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Wertingen
09.08.2020

Die neue Wertinger Kita kostet 3,5 Millionen Euro

In Wertingen wird eine neue Kindertageseinrichtung gebaut.
Foto: DBW-Architekten

Im Norden Wertingens entsteht der neue städtische Kindergarten – samt architektonischem Kunstgriff. Der aktuelle Baustand.

Als „heimelig“ bezeichnete Wertingens Stadtoberhaupt Willy Lehmeier scherzhaft die Baustelle für den neuen städtischen Kindergarten im Norden der Zusamstadt. Die Holzbauweise inspirierte den Bürgermeister zu dieser Bezeichnung, da Holz insgesamt Wärme und Behaglichkeit ausstrahle, erklärte er seinen Vergleich.

2500 Quadratmeter große Fläche

Grund für den Besuch der großen Baustelle für den vierten städtischen Kindergarten war ein Treffen mit dem Landtagsabgeordneten Georg Winter. Das teilte die Stadt in einer Presseerklärung mit. Der Politiker informierte sich über den Einsatz der Fördersumme durch Bund und Freistaat für das Bauprojekt in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für den 2500 Quadratmeter großen Kindergarten samt Kinderkrippe und Außenspielflächen belaufen sich nach Angaben von Verwaltungsleiter Dieter Nägele auf 3,85 Millionen Euro.

So soll der neue Kindergarten samt Krippe im Norden von Wertingen einmal aussehen.
Foto: DBW-Architekten


Winter ließ sich von den zuständigen Architekten Elmar Bäuml und Rafael Rink vom Haunsheimer Büro DBW-Architekten die Fortschritte seit Baubeginn Anfang April erklären. Das Gebäude wird in Holzständerbauweise mit Massivholzdecken auf einer Stahlbetonbodenplatte errichtet und wird eingeschossig mit Flachdach bleiben, lediglich über dem Teilbereich der Kindergartengruppen entsteht ein Pultdach.

25 Parkplätze sind momentan geplant

Lehmeier fügte hinzu: „Das ist auch im Sinne der Anlieger, dass sich das Gebäude gut ins Gelände einfügt.“Außerdem lobte das Stadtoberhaupt die Bauweise mit den Worten: „Die unterschiedlich hohen Dachbereiche sind ein architektonischer Kunstgriff.“ Dass der vierte Stadtkindergarten trotz der höheren Kosten wegen der Verwendung von Holz in dieser Bauweise errichtet wird, sei den Bedürfnissen der Kinder geschuldet. Holz vermittle Wohlbefinden und das sei wichtig für die Kleinen, so Lehmeier. „Derzeit sind wir im Zeitplan, was bedeutet, dass sie nächstes Jahr im Frühsommer ihr Haus in Beschlag nehmen können.“ Weiter seien 25 Parkplätze für den Hol- und Bringverkehr der Kinder auf dem Grundstück eingeplant. Bäuml und Rink sprachen noch technische Begebenheiten des Neubaus an: „Hier ist eine Fußbodenheizung geplant, die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Erdwärmepumpe.“

Bedingt durch eine Teilunterkellerung können rund 120 Quadratmeter für Technik- und Lagerräume vorgesehen werden. Nägele erläuterte detailliert die Zusammensetzung der Baukosten: „Reine Kosten für den Bau belaufen sich auf circa 3540000 Euro, hinzu kommen noch rund 280000 Euro für die Ausstattung und Einrichtung sowie Kosten in Höhe von 78000 Euro für eine Fotovoltaikanlage.“

Insgesamt für 99 Kinder

Alles in allem finden im neuen Haus zwei Krippengruppen mit jeweils zwölf Kindern und drei Kindergartengruppen mit je 25 Kindern Platz. Insgesamt also 99 Kinder. In Anlehnung an Nenas Song „99 Luftballons“ findet sich vielleicht dadurch auch eine Idee für den Namen des neuen Kindergartens. (pm)

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