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Haunsheim

20.11.2019

Wohnraum wird in Haunsheim dringend gesucht

Wohnraum ist heute vielerorts knapp - dies ist auch in Haunsheim zu spüren.
Foto: Simone Bronnhuber (Symbolfoto)

Plus In Haunsheim fehlen Bauplätze und Wohnungen. Und auch die Ortsdurchfahrt ist in der Bürgerversammlung ein Thema.

Wohnraum ist heutzutage überall ein heiß begehrtes Gut – nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Land. Diese Entwicklung ist längst auch in Haunsheim zu spüren. Das wurde auf der Bürgerversammlung am Montagabend deutlich, bei der das Thema Wohnen einen bedeutenden Raum einnahm.

Kurt Haslanger, einer der 85 Besucher, erkundigte sich bei Bürgermeister Christoph Mettel, ob derzeit ein Bebauungsplan in Arbeit sei. Mettel räumte ein: „Die Gemeinde kann, Stand heute, keine Bauplätze in Haunsheim und Unterbechingen verkaufen.“ Dies sei ein schwieriges und leidiges Thema, das ihm „mit am meisten“ wehtue. Doch Voraussetzung für Bauplätze sei geeigneter Grund. Diesen zu erwerben, sei jedoch schwierig. Neben Bauplätzen würden in der Gemeinde auch kleinere Wohnungen mit 50 bis 70 Quadratmeter fehlen. „Wir sind dran, aber es ist ganz schwierig“, betonte Mettel. Haslanger berichtete, dass er junge Haunsheimer kenne, die angesichts des fehlenden Angebots vor Ort nun Bauplätze in Gundelfingen und Lauingen kaufen. „Mich ärgert jeder von ihnen“, so der Bürgermeister. „Aber wir können uns den Wohnraum nicht aus der Hüfte schneiden.“ Auf Nachfrage ging Mettel auch auf das fehlende Wohnangebot für Senioren, etwa in Form von Betreutem Wohnen, ein. „Das wünschen wir uns auch, aber dazu brauchen wir einen Investor, der baut.“ Solche Geldgeber zu finden, sei ebenfalls schwierig.

Zwei Häuser mit zehn Eigentumswohnungen

Immerhin gebe es vereinzelte „Insellösungen“, wie das Bauprojekt auf dem Gelände des ehemaligen Gasthauses „Weißes Ross“. Wie berichtet, sollen dort zwei Häuser mit zehn Eigentumswohnungen sowie zwei Einfamilienhäuser entstehen. Die Bauplätze seien verkauft. Doch der Bau der Mehrfamilienhäuser verzögere sich, was laut Mettel am Verkauf der Wohnungen liege. Dafür könne zumindest das „Gängle“, der neu gestaltete Bereich rund um den Zwergbach, bis Weihnachten fertiggestellt werden. Bis dahin soll auch das Projekt Hauptstraße 23 abgeschlossen sein. Die Sanierung der dortigen Immobilie habe zwar fast ein Jahr länger gebraucht als geplant. Dafür seien alle sechs statt der ursprünglich angedachten drei Wohnungen saniert worden – bei lediglich um 3000 Euro gestiegenen Kosten auf insgesamt 452000 Euro, so Mettel. Der Bürgermeister sprach auch diverse andere Themen an:

Neue Ortsdurchfahrten für Haunsheim und Unterbechingen

Haunsheim und Unterbechingen werden neue Ortsdurchfahrten bekommen. In Haunsheim sollen die Arbeiten dafür laut Plan 2020 begonnen und auch abgeschlossen werden. Betroffen ist der Bereich vor der Ortseinfahrt aus Gundelfingen kommend bis zur Einmündung Bauerngasse. Laut Mettel sollen neben der Straße auch die Gehsteige erneuert werden. Es wird zwei Veränderungen geben: Zum einen wird am Ortseingang Richtung Gundelfingen eine Querungshilfe entstehen. Zum anderen wird die Straße im Bereich der Bushaltestelle aufgeweitet. Dort soll ebenfalls eine Verkehrsinsel das Überqueren der Straße erleichtern. Mettel kündigte für die Zeit der Bauarbeiten „massive Behinderungen“ an. Für den überregionalen Verkehr wird die Durchfahrt gesperrt werden, Anwohner kämen selbstverständlich durch. Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Unterbechingen steht planmäßig 2021 an.

Eine Waldkindergartengruppe soll entstehen

Wie berichtet, sollte in Haunsheim eine neue Waldkindergartengruppe entstehen, um den großen Betreuungsbedarf auf die Schnelle zu decken. Doch der geplante Standort in einem Waldstück hinter dem Wasserreservoir ist massiv vom Eichenprozessionsspinner befallen. Die Gemeinde machte sich auf die Suche nach einem neuen Standort – und wurde in der Nähe des Friedhofes Unterbechingen fündig. Dort ist die neue Gruppe mit 14 Kindern seit Mitte Oktober zu Hause. Ihnen steht ein beheizbarer Bauwagen sowie ein Indianerzelt zur Verfügung. Mettel machte deutlich, dass die Maximalauslastung von 15 Kindern bereits im kommenden Sommer erreicht ist.

Dass das verwahrloste Gebäude des ehemaligen Gasthauses Adler abgerissen werden soll, hat der Gemeinderat schon im Juni 2018 entschieden. Doch seitdem hat sich nichts getan. Auch am Montagabend verkündete Mettel in dieser Angelegenheit: „Es gibt leider gar nichts Neues.“ Die Gemeinde warte weiterhin auf Genehmigungen.

"Verkehrschaos" beim Markt

Ein Bürger ärgerte sich über das „Verkehrschaos“ im Rahmen des vergangenen Marktes. Mettel betonte, dass dies auch auf eine Umleitung in Richtung Wittislingen zurückzuführen war. Dennoch habe man für den Markt, der wieder am kommenden Wochenende ansteht (siehe Ankündigung links), ein Verkehrskonzept erarbeitet, um das „Wildparken“ einzudämmen. Die Parkverbotszonen entlang der Ortsdurchfahrt sind laut Mettel ausgeweitet worden.

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