1926 kam Rosina Maria Mayr in Stockheim zur Welt. Somit konnte sie nun im Kneippstädter Seniorenheim „Am Anger“ in erstaunlicher körperlichen Verfassung ihren 100. Geburtstag begehen. In Bad Wörishofen ist dies jedoch schon fast keine Seltenheit mehr. Die Jubilarin wuchs zunächst in Stockheim auf. Sie war das jüngste von sechs Kindern, doch musste sie schon früh mit den Schrecken des Krieges leben. Drei ihrer Brüder verlor sie im Zweiten Weltkrieg. 1948 heiratete sie Fritz Endmann, der ursprünglich aus Röhrsdorf in Sachsen stammte. Zu Beginn wohnten sie noch in Stockheim, doch zog es beide aus beruflichen Gründen nach Augsburg. Bis zum Eintritt in die Rente arbeitete sie in einer Buchbinderei. Kinder waren der Ehe nicht beschieden.
Etwa 30 Jahre verbrachte das Ehepaar in der schwäbischen Hauptstadt. Mitte der 80er-Jahre erfolgte die Rückkehr nach Bad Wörishofen. Am 15. August 2007 starb ihr Mann.
Fast täglich war die Jubilarin früher im Schwimmbad anzutreffen
Ihre körperliche Fitness verdankt sie nicht nur dem Element Wasser, sondern auch ihrer Disziplin. Sie war stets früh auf den Beinen und Sport, besonders das Schwimmen, gehörte zum Alltag. Im früheren Hallenbad war sie täglich anzutreffen und im Sommer fand die Schwimmstunde in der Früh im Freibad statt. Gymnastik rundete das Sportprogramm ab. Pfarrer Kneipp hätte an der Jubilarin seine Freude wegen der beiden Säulen Wasser und Bewegung gehabt, zumal auch die übrigen drei Säulen seiner Lehre eingehalten wurden.
Mit 98 Jahren zog Rosina Endmann ins Seniorenheim
Erst mit 98 Jahren zog Rosina Endmann ins Seniorenheim. Dort lebt auch ihr Neffe Michael Waldmann, der demnächst seinen 95. Geburtstag begehen kann. Es wird dann noch eine gemeinsame Feier für 195 Lebensjahre geben. In ihre Verwandtschaft ist sie gut eingebunden. Großnichte Elfriede Glas besucht sie zweimal in der Woche. Bürgermeister Stefan Welzel überbrachte ihr die Glückwünsche der Stadt und auch Bundespräsident, Ministerpräsident und Landrat gratulierten schriftlich. Im Seniorenheim Am Anger fühlt sie sich wohl, was Heimleiter Rico Thumeyer gerne hörte.
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