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Unterallgäu

26.11.2019

14,3 Millionen Euro Schulden: Unterallgäuer lassen sich helfen

Zwar ist die Zahl der überschuldeten Verbraucher in Deutschland leicht gesunken, bei den über 70-Jährigen nimmt die Überschuldung jedoch zu.
Bild: Angelika Warmuth/dpa

511 Unterallgäuer haben im vergangenen Jahr die Schuldnerberatung besucht und sich helfen lassen. Ein Fünftel meldete Privatinsolvenz an.

Der Caritasverband bietet in Memmingen und Mindelheim eine Schuldner- und Insolvenzberatung an. Der Landkreis hat diese Aufgabe an die Caritas übertragen. Der Kreisausschuss beauftragte den Landrat nun zum Abschluss einer aktualisierten Kooperationsvereinbarung. Andreas Aigster, Geschäftsführer des Caritasverbands Memmingen-Unterallgäu, hatte die Arbeit des Verbands zuvor vorgestellt.

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Die Gesamtschulden belaufen sich auf rund 14,3 Millionen Euro

Im Jahr 2018 kamen demnach insgesamt 511 Unterallgäuer in die beiden Beratungsstellen. Diese verhandelten mit fast 3800 Gläubigern um eine Gesamtschuldensumme von rund 14,3 Millionen Euro. 106 Unterallgäuer meldeten im vergangenen Jahr Privatinsolvenz an, einem Drittel der Ratsuchenden half die Caritas, ihre Existenz zu sichern.

Laut einer Analyse der Auskunftsdatei Creditreform liegt die Schuldnerquote aller erwachsener Deutscher im Unterallgäu bei 6,19 Prozent und damit deutlich unter der deutschlandweiten Schuldnerquote von 10,4 Prozent. Die Hauptursachen für die Ver- und Überschuldung liegen im familiären Bereich, etwa in einer Scheidung oder dem Tod des Partners, gefolgt von Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Sucht, einer gescheiterten Selbstständigkeit, einer Beschäftigung im Niedriglohnsektor, unwirtschaftlicher Haushaltsführung und einer gescheiterten Immobilienfinanzierung.

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