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Unterallgäu

17.02.2017

16-Jähriger soll Anschlag auf Uni erfunden haben

Ein Anrufer erfand einen Anschlag auf die Uni Passau und löste damit einen Großeinsatz aus.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Die Kripo durchsuchte am Freitag Räume im östlichen Landkreis Unterallgäu. Ein 16-Jähriger hatte wohl einen Anschlag erfunden und damit einen teuren Großeinsatz ausgelöst.

Ein anonymer Anruf löste am Freitag vor einer Woche einen Großeinsatz aus. Auf dem Unigelände in Passau soll sich ein Anschlag ereignet haben, es gebe mehrere Verletzte mit Stichverletzungen, teilte der Unbekannte mit. Die Opfer sollten in Kürze ins Passauer Klinikum eingeliefert werden. Später stellte sich heraus, dass es ein Fehlalarm war. S

either sucht die Polizei nach dem Anrufer, der zunächst für eine Anruferin gehalten wurde. Am Freitag durchsuchte die Kripo Memmingen in diesem Zusammenhang Räume im östlichen Unterallgäu. Dort lebt ein 16-jähriger Junge, der nun als Tatverdächtiger gilt. Der Jugendliche habe bereits ein Geständnis abgelegt, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern vor wenigen Minuten mit. Das Motiv für die Tat sei jedoch nach wie vor nicht bekannt.

16-Jähriger erfand Anschlag: Einsatzkosten liegen im fünfstelligen Bereich

Seit der vergangenen Woche hatten Staatsanwaltschaft Passau und Kripo Passau mit technischer Unterstützung des Bayerischen Landeskriminalamts an dem Fall gearbeitet. Die Ermittler erwirkten  einen  Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss, der am heutigen Freitag vollzogen wurde. Dabei hätten die Beamten diverse Beweismittel sichergestellt, teilte die Polizei mit. Was genau gefunden wurde, sagten die Ermittler nicht. Allerdings sei der 16-Jährige in der Vergangenheit „bereits in ähnlicher Form kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten“, hieß es.

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Dass die Polizei zunächst öffentlich von einer Anruferin gesprochen hatte, wird nun so erklärt, dass die jugendliche Stimme des Tatverdächtigen zu Irritationen geführt habe. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern weiter an. Es geht um das Tatmotiv.

Zudem muss geprüft werden, ob der Verursacher die Kosten des Großeinsatzes tragen muss. Diese beziffert die Polizei mit einem Betrag im unteren fünfstelligen Eurobereich.

Wie teuer können Falschmeldungen werden, wenn sie Polizeieinsätze auslösen? Dazu bekommen Sie in diesem Artikel mehr Informationen: Polizei warnt: So teuer können Falschmeldungen werden

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