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Bad Wörishofen

19.07.2020

3000-fache Treue zu Bad Wörishofen

Besondere Ehrung im Hotel Tanneck: Bürgermeister Stefan Welzel (von links) mit den Ehrenkurgästen Helga und Helmut Schmidt, Kurdirektorin Petra Nocker und Tanneck-Geschäftsführer Christoph Ernst.
Bild: Ludwig Schuster

Plus Das Ehepaar Schmidt stellt eine neue Bestmarke in Bad Wörishofen auf, vermutlich einen Rekord für die Ewigkeit.

Das gab es in der langen Geschichte der Kurgast-Ehrungen in Bad Wörishofen noch nie: Das Ehepaar Helmut und Helga Schmidt aus Düsseldorf hat einen neuen Rekord aufgestellt, was die Übernachtungen in der Kneippstadt angeht.

Zusammengenommen haben die Schmidts 3000 Mal in Bad Wörishofen übernachtet, beide jeweils 1500 Mal. Damit sind die Düsseldorfer die treuesten Gäste der Kneippstadt, denn so einen Wert hat noch niemand bislang geschafft.

Im Hotel Tanneck bedankten sich Bürgermeister Stefan Welzel und Kurdirektorin Petra Nocker herzlich für die langjährige Treue der Stammgäste. Die Kneippnadel in echtem Gold mit grünem Kranz gab es als Anerkennung obendrauf. Seit dem Jahr 1980, also seit 40 Jahren, kommt das Ehepaar Schmidt ins Hotel Tanneck. Sie genießen hier die Annehmlichkeiten des Hotels und sind täglich beim Schwimmen anzutreffen. Sie schwören auf die Kneippkur, der sie nach eigener Aussage ihre gute Gesundheit verdanken.

Blitzguss und Vollguss sind die Favoriten der Schmidts in Bad Wörishofen

Helmut Schmidt schwört auf den Blitzguss, seine Gattin mag besonders den Vollguss. Auch zuhause gehört für das Ehepaar Kneipp zum Alltag.

Dreimal im Jahr reisen die Schmidts aus Düsseldorf an. Im Frühjahr trifft sich in Bad Wörishofen der „Tanneck-Freundeskreis“, wozu sich der Geschäftsführer Christoph Ernst immer etwas Besonderes einfallen lässt. Im Juni und Juli machen Helmut und Helga Schmidt ihre sechswöchige Kneippkur und auch über Weihnachten und Neujahr sind sie in der Stadt. In Bad Wörishofen sind sie viel unterwegs, schauen sich Kirchen an und legen in den Ausflugsgaststätten eine Rast ein. Gerne hören sie dem Kurorchester zu und kaufen ein.

Auch in Düsseldorf mit Kneippsandalen unterwegs

Mit Stolz trägt Helmut Schmidt seine Kneippsandalen, auch in Düsseldorf, wie er sagt.

Das Ehepaar hat in den 40 Jahren die Weiterentwicklung des Kneippheilbades miterlebt und ist des Lobes voll. Sie sind an allem interessiert, was hier passiert und tauschen sich auch gerne mit den Einheimischen aus. Dieses Interesse kommt nicht von ungefähr. Bereits im Rahmen der Kinderlandverschickung im Zweiten Weltkrieg wurde die Gymnasialklasse von Helmut Schmidt einst nach Bad Wörishofen verlegt. Von 1942 bis 1945 waren sie in Hotels in der Adolf-Scholz-Alle und in der Eichwaldstraße untergebracht. Aber auch Ehefrau Helga war in jungen Jahren bereits mit ihrer Mutter hier zur Kneippkur.

Einst in leitender Funktion beim Konzern Thyssen/Krupp

Helmut Schmidt war beim Weltkonzern Thyssen/Krupp in leitender Stellung beschäftigt. Dort lernte er auch seine Frau kennen. Gemeinsam haben sie Bad Wörishofen zu einer zweiten Heimat gemacht. Sogar die Klassentreffen Helmut Schmidts fanden 20 Jahre lang im Tanneck statt.

Der Rekord der Schmidts könnte einer für die Ewigkeit gewesen sein. Denn der Datenschutz verbietet den Wörishofern die Kurgast-Ehrungen nach dem alten Modell. Ende 2019 kam das heraus. Seither werden nur noch ohnehin anstehende Ehrungen abgearbeitet. Neu ist der Wörishofer Treuepass, mit dem sich die Gäste künftig selbst für Ehrungen empfehlen können.

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