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Tradition

20.05.2015

33 Meter hohes Wahrzeichen

Wendelin Schorer, Sebastian Gast und Siegfried Melder (von links) stellten sich als Gründungsmitglieder stellvertretend für die vielen Helfer vor dem Maibaum in Unteregg auf.
Bild: müsa

Die Maibaumfreunde Unteregg stellen schon seit 25 Jahren den großen Frühlingsboten auf

Schon von weitem ragt der prächtige Maibaum über die Dächer Untereggs und zieht alle Blicke auf sich. Mit viel Herzblut organisieren die Unteregger Maibaumfreunde schon seit 25 Jahren das traditionelle Aufstellen im Ort, das natürlich immer mit einem zünftigen Fest einhergeht.

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50 Jahre hatten die Unteregger keinen Maibaum, bis 1990 der Stammtisch Unteregg und der Gartenbauverein die Idee vom damaligen Vorsitzenden des Veteranenvereins, Alban Wiedemann, aufgriffen und seine Idee in die Tat umsetzten.

Die Gemeinde stiftete eine große Fichte, die dem Sturm zum Opfer gefallen war und der ganze Ort stand hinter dem Vorhaben.

33 Meter hohes Wahrzeichen

Mit großem Elan und voller Eifer gingen die Organisatoren damals daran, das notwendige Wissen über die Optik und die Technik des Aufstellens zu erlernen, da immerhin ein halbes Jahrhundert vergangen war, als der letzte Maibaum in Unteregg zu sehen war.

„1940 gab es den letzten Maibaum im Ort“, erinnert sich Wendelin Schorer, als er in der liebevoll -gestalteten Chronik von Willibald Hummel blättert. „Über diese Chronik bin ich unendlich dankbar. Nur so können alte Ereignisse in Erinnerung gerufen und die stetige Entwicklung und Veränderungen der Maibäume nachvollzogen werden.“ Mit viel Liebe zum Detail sind dort alte Fotos, Zeitungsberichte und Schriftstücke aufbewahrt.

Der 33 Meter hohe Baum ist auch heuer wieder ein wahrhaftes Schmuckstück. Auf den einzelnen Tafeln sind die örtlichen Vereine und Betriebe symbolisch abgebildet.

Auch die großen Kränze wurden per Hand gebunden. „Über 20 Frauen in allen Altersgruppen waren beim Kranzen dabei“, erzählt Wendelin Schorer voller Stolz. Es sei für die Damen jedes Jahr eine Selbstverständlichkeit mitzuhelfen. „Da sind wir alle sehr dankbar.“

Auch Siegfried Melder der sich viele Monate vorher um die Gestaltung des Baumes kümmert, Roland Hummel mit seinen handwerklichen Fähigkeiten und Harald Steckert für seine Feinarbeit in der Schnitzerei, seien neben den zahlreichen Helfern nicht mehr wegzudenken.

„Etwa 35 Helfer sind im Einsatz und jeder leistet seinen wichtigen Beitrag“, bedankt sich Wendelin Schorer. Nur so ist es immer wieder möglich, das traditionelle Wahrzeichen im Ort aufzustellen.

Beim Maibaumwettbewerb unserer Zeitung belegen die Unteregger mit ihrem Prachtbaum immer wieder vordere Plätze. „Wir sind von Anfang an dabei und für uns ist die Aktion immer ein besonderer Ansporn, um sauber und akkurat zu arbeiten.“

Sehr eng ist der Ort mit der nordfriesischen Partnergemeinde Emmelsbüll verbunden. Aus dem hohen Norden kommen so gut wie immer Freunde zum Aufstellen des Maibaumes ins Unterallgäu. „Aber heuer fahren wir zu ihnen, deshalb waren sie beim Maibaumfest diesmal nicht da.“

Doch im nächsten Jahr wird sicherlich wieder eine nordfriesische Delegation dabei sein, wenn in Unteregg zum 26. Mal ein prächtiger Maibaum aufgestellt wird. (müsa)

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