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Unterallgäu

09.11.2019

44-jährige Unfallhelferin wird auf A 7 bei Woringen schwer verletzt

Gut 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Woringen, Bad Grönenbach und Memmingen waren zur Absicherung der Unfallstelle vor Ort.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Ein Autofahrer verliert bei Graupelschauer die Kontrolle. Eine 44-Jährige will helfen. Dann kollidieren zwei weitere Autos beim Ausweichen, eines trifft sie.

Die Autobahn 7 war am Samstagnachmittag zwischen den Anschlussstellen Woringen und Bad Grönenbach in Fahrtrichtung Füssen wegen eines schweren Verkehrsunfalls für etwa fünf Stunden gesperrt. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

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Wie die Polizei mitteilt, hatte ein Autofahrer mit einer tschechischen Zulassung bei plötzlich eintretenden Graupelschauer kurz nach 12 Uhr die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und prallte anschließend gegen die Schutzplanke am rechten Fahrbahnrand. Der Skoda-Fahrer sei daraufhin auf den rechten Fahrstreifen zurückgeschleudert worden und hier zum Stehen gekommen.

Autofahrer schleudert gegen Unfallhelferin: Beide werden schwer verletzt

Eine ihm nachfolgende 44-jährige Autofahrerin hielt laut Polizei etwa 100 Meter hinter der Unfallstelle auf dem Standstreifen und ging auf diesem auf das Unfallfahrzeug zu, um Erste-Hilfe zu leisten. Zwischenzeitlich näherten sich zwei weitere Fahrzeuge der Unfallstelle. Zunächst gelang es einem 28-Jährigen abzubremsen und das Unfallauto über die linke Fahrbahn zu überholen.

44-jährige Unfallhelferin wird auf A 7 bei Woringen schwer verletzt

Auf dem linken Fahrstreifen sei jedoch ein 61-Jähriger mit seinem Mercedes mit hoher Geschwindigkeit heran genaht, so die Polizei. Aufgrund des Graupelschauers habe er die Situation zu spät erkannt. Um einen Zusammenstoß mit dem ihm vorausfahrenden Wagen zu verhindern, soll er sein Auto zwar noch gegen die linke Schutzplanke gesteuert haben, es kam aber dennoch zum Auffahrunfall.

Der vorausfahrende Hyundai, der dem ursprünglichen Unfallauto ausgewichen war, wurde durch den Zusammenstoß nach rechts geschleudert. Dabei soll er die 44-jährige Ersthelferin, die sich zu diesem Zeitpunkt immer noch zu Fuß auf dem Standstreifen befand, erfasst haben. Die Frau und der Fahrer des Hyundai wurden laut Polizei beide schwer verletzt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft hat die Polizei zur Klärung des genauen Unfallhergangs einen Sachverständigen hinzugezogen. Die Beamten schätzen den entstandenen Gesamtschaden auf etwa 70.000 Euro. Zur Absicherung der Unfallstelle waren laut Polizei die Feuerwehren aus Woringen, Bad Grönenbach und Memmingen mit etwa 40 Einsatzkräften vor Ort. (AZ)

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