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05.11.2017

Abschied von einer Mindelheimer Powerfrau

Die Mindelheimer Powerfrau Irma Peter ist gestorben.
Bild: Peter

Irma Peter – Sportlerin, Geschäftsfrau und Familienmensch – ist gestorben.

Mindelheim Irma Peter, stadtbekannte Geschäftsfrau der Maximilianstraße, ist am 1. November im Alter von 90 Jahren gestorben. Gerne erinnert sich die Stadt an sie zurück: Irma Peter war eine Marke für Mindelheim. Mit großem Engagement führte sie bis in das Jahr 2000 mit ihrem Mann das Mode- und Wäschehaus Peter in der Nachbarschaft unserer Zeitung. Nicht selten dekorierte sie noch am Abend die Schaufenster für kommende Aktionen um oder schmückte die Hausfassade fürs Frundsbergfest, das sie immer mit großer Begeisterung mitfeierte.

Ihre große Leidenschaft galt „ihrem See“ und den Bergen. Stundenlang konnte sie von Bergtouren zu Fuß oder auf Skiern erzählen, die sie mit ihrem Hans und guten Freunden in großer Zahl unternommen hatte. Gemeinsam waren sie auch in früheren Zeiten im Mindelheimer Fasching unterwegs. Legendär noch vor wenigen Jahren im Seniorenfasching ihr Auftritt als Clown.

Irma Peter war eine Powerfrau und hat ihre Familie stets in Bewegung gehalten. Besonders stolz war sie auf ihre Enkel Jakob und Teresa, an deren sportlichen und beruflichen Erfolgen sie immer intensiv Anteil nahm. Im vergangenen Jahr durfte sie noch ihren Urenkel Anton kennenlernen und seine Taufe mitfeiern.

Neben der Familie galt ihre große Liebe dem Sport. Kein Wunder, wurde die Bregenzerin vom Bodensee 1954 doch Europa-Vizemeisterin im Ruder-Vierer: ein Erfolg, den der Verein bis heute nicht hat wiederholen können. Als Anerkennung dafür wurde Irma Peter 1972 auserkoren, die olympische Fackel eine Etappe durch Österreich zu tragen – eine ganz besondere Ehre. Noch heute hat die Fackel einen Ehrenplatz im Haus.

Irma Peter blieb auch im hohen Alter Mindelheim treu, war Mitglied mehrerer Singgemeinschaften und besuchte gerne Theatervorstellungen, Vernissagen und Konzerte. Noch vor wenigen Jahren war sie stolze Besitzerin einer Dauerkarte für das Mindelheimer Freibad.

Sie war auch nach dem Tod ihres geliebten Mannes noch reiselustig und konnte von manchen Bustouren und Schiffsreisen mit ihrer Schwester Erika und Freunden berichten. Einen Gutschein für eine Auffahrt zur Mindelheimer Hütte mit der Materialbahn zu ihrem 80. Geburtstag konnte sie zu ihrem eigenen Verdruss nicht mehr einlösen, eine schwere Schulterverletzung warf sie in ihrer Unternehmungslust zurück. Dank der liebevollen Fürsorge ihrer beiden Töchter, der Unterstützung ihrer Schwiegersöhne und der Hilfe ihrer Pflegekraft lebte Irma Peter bis zuletzt zuhause, wo sie nun friedlich einschlief. (mz)

Die Beerdigung findet am Dienstag, 7. November, auf dem Mindelheimer Friedhof statt. Sie beginnt mit einer Messe in der Kirche St. Stephan um 14 Uhr.

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