1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Abschiedspolka beim Musikverein Kirchheim

Kirchheim

12.12.2019

Abschiedspolka beim Musikverein Kirchheim

Mit einem Abend voller Polkas verabschiedete sich der Musikverein Kirchheim von Dirigent Stefan Tarkövi.
2 Bilder
Mit einem Abend voller Polkas verabschiedete sich der Musikverein Kirchheim von Dirigent Stefan Tarkövi.
Bild: sid

Dirigent Stefan Tarkövi verlässt nach fünf Jahren den Musikverein in Kirchheim. Die Musiker verabschiedeten sich mit einem Abend der Blasmusik.

Es war ein „Abend der Blasmusik“, ganz im Zeichen traditioneller Werke, Märsche, Walzer und vor allem der Polka gewidmet. Stefan Tarkövi, seit fünf Jahren Dirigent beim Musikverein Kirchheim, hatte für sein Abschiedskonzert vor allem diesen verzaubernden Tanz ins Programm aufgenommen. Die Legende erzählt, das Landmädchen Anna Slezák habe ihn erfunden. Die erste Polka habe den Namen „Bierfass-Polka“ getragen. Noch heute erkenne man sie in der Melodie „Rosamunde, schenk’ mir dein Herz und sag ja“ wieder.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Die Musikanten dort oben auf der Bühne im Adlersaal spielten mit großer Freude zur Unterhaltung der Gäste. Der Marsch „Neue Welt“ verdeutlichte die Situation des Musikvereins und des Dirigenten. Während der Verein noch auf der Suche nach einem Nachfolger für Stefan Tarkövi ist, wird dieser zur Bläserphilharmonie der Stadt Blaustein wechseln, wo ihn neue Aufgaben erwarten. Tarkövi sagte: „Ich habe vor fünf Jahren eine musikalische Insel gesucht und hier gefunden. Ich muss zugeben, dass ich schnell den Draht zu den Menschen gefunden habe.“

Der Kirchheimer Dirigent sprach über die Erfolge der vergangenen Jahre

Er hob die Erfolge der letzten Jahre besonders hervor und erinnerte an den gemeinsamen Aufenthalt in seinem Heimatdorf Csolnok in Ungarn: „Es war wunderschön!“ Wunderschön und mit großer Spielfreude präsentierten die Musikanten Walzer wie „Träumerei“ oder „Ein ruhiger Abend“ ebenso wie den Marsch „Kaiserin Sissi“ oder „Abel Tasman“, mit dem sie vor allem bei Wertungsspielen höchste Punktzahlen erreichten. An diesem Abend im Adlersaal wurde deutlich, dass die Polka „Zeitlos“ ist, dass sie „Von Freund zu Freund“ besonders gut klingt, vor allem, wenn sie von den Solisten Patricia Frehner und Hermann Frei vorgetragen wird. Alle waren sich einig, „Bei uns daheim“ ist es „Ehrenwert“, mit Siegfried Ehninger und Georg Bronnenmeier die „Böhmische Liebe“ zu zelebrieren, um schließlich von Herzen kommend zu singen: „Bis bald auf Wiedersehen“.

Die Musikerinnen und Musiker hatten außer einem üppigen Blumenstrauß auch noch ein besonderes Abschiedsgeschenk mitgebracht. Die Vorsitzenden Jenny Fischer und Reinhard (Reini) Freisinger überreichten eine Bildercollage mit Erinnerungen aus fünf Jahren gemeinsamen Musizierens. Dass da dann noch die Polka „Unsere schöne Zeit“ gespielt wurde, war für alle Beteiligten nicht nur ein Bekenntnis. Es hatte eine große Aussagekraft.

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren