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30.06.2009

Afrika in Amberg

Amberg (stn) - Amberg meets Africa hätte man kürzlich - des gigantischen Größenunterschieds zum Trotz - in der Unterallgäuer Randgemeinde stabreimend titeln können, weil einfach alles passte. Der Künstler Horst Wendland hatte in sein in einem ehemaligen Bauernhof eingerichtetes Atelier eingeladen. Eine Retrospektive mit ausgewählten Skulpturen aus Holz und Stein der letzten zwei Dekaden Kunst aus Zimbabwe war geboten und hatte vornehmlich Neugierige und Experimentierfreudige aus dem Umkreis zwischen Erding und dem Bodensee angelockt. Denn die Besucher mussten sich nicht allein auf das Betrachten von Kunst beschränken.

Rohmaterial im Gepäck

Eigens angereist aus dem südafrikanischen Staat war Jasper Mokuna, Vertreter der jüngeren Künstlergeneration und Spross einer renommierten Künstlerfamilie. Er stellte neben dem Querschnitt durch das künstlerische Schaffen in seinem Heimatland nicht nur seine eigenen Arbeiten aus, sondern führte in Workshops Interessierte in die bildhauerische Gestaltung ein. Im Gepäck hatte er dazu in handlichen Größen das Rohmaterial aus Zimbabwe: Serpentin, mineralhaltiges, verschiedenfarbig schimmerndes Gestein aus den Minen und Steinbrüchen des Landes.

Als ob dies nicht genug der Originalität wäre, ergänzten Musiker und Tänzer aus Zimbabwe um den europäischen Counterpart, Organisator und Gitarristen Andreas Richter das Event akustisch zum Gesamtkunstwerk. "Pamuzinda", so der Name der nicht nur hörenswerten, sondern auch sehenswerten Truppe, der so viel bedeutet wie "geliebte Heimat". Angesichts der dieses Land seit Jahren beutelnden politischen und wirtschaftlichen Probleme bekam er einen geradezu beschwörenden Unterton. Dessen ungeachtet verbreitete die Truppe mit ihren Melodie führenden Perkussionsinstrumenten eine für Europäer unbekümmerte Lebensfreude.

Künstler-Gastgeber Horst Wendland pflegt seit längerer Zeit Kontakte nach Afrika und zu Franz-Ludwig Keck, einem Zimbabwe-Experten und intimen Kenner der Kunstszene dort, der mit seinem Skulpturengarten bei Günzburg einen Brückenschlag in das afrikanische Land unterhält. Er versteht sich als Mentor und Förderer dieser unverwechselbaren Kunst, deren herausragende Vertreter mit Werken Eingang in die international berühmtesten Museen gefunden haben.

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