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Ausstellung

29.04.2015

Alles dreht sich um die Farbe

Gabriele Ritter (links) stellt ihre Bilder in der Volkshochschule Mindelheim aus. Unser Foto zeigt sie mit VHS-Leiterin Renate Deffner.
Bild: tisch

Gabriele Ritter zeigt mehr als 30 Bilder in den Räumen der Volkshochschule. Dort wird deutlich, was sie inspiriert

Immer wieder Neues ausprobieren, auf Reisen Eindrücke sammeln und dann visuell in Szene setzen, das sind die Motoren, die Gabriele Ritter antreiben. Seit 1989 lebt und arbeitet sie in Mindelheim, war viele Jahre Lehrerin und Kunsterzieherin und ist nun seit über 20 Jahren Dozentin für Malerei an den Volkshochschulen Mindelheim und Memmingen.

In ihrer aktuellen Ausstellung in der Volkshochschule in Mindelheim zeigt sie über 30 Bilder, nahezu alle aus den vergangenen beiden Jahren. Die zumeist hoch- und großformatigen Gemälde erfüllen den ersten Stock der VHS mit einer ordentlichen Portion Leben. „Farbe im Blick“ – so der Titel der Ausstellung, die noch bis Oktober zu sehen ist – vereint unterschiedliche Malansätze, Techniken und Themenbereiche. Dementsprechend vielseitig ist die Ausstellung, deren Farbintensität der gemeinsame Nenner ist.

Der vielfache Farbauftrag verleiht Ritters Bildern eine besondere Dynamik, lässt greifbare Tiefe entstehen. Auch Collagentechnik kommt in ihrer Malerei vor, etwa eingearbeitete Schriftstücke oder aufgeklebte Fäden, die übermalt noch immer dem Bild ihre Struktur verleihen. Stets geht es um Vielschichtigkeit, sowohl was die Bildinhalte angeht als auch die verschiedenen Prozesse des Malens. Sie bleiben sichtbar. Wie auch jene graphischen Linien, die Ritter mit Graphit und Kreiden aufgetragen und dann übermalt hat.

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Die Bilder zeugen von Ritters Schaffensfreude, von ihrer Fähigkeit, sich auf neue Ideen und Stile einzulassen. Ritter fällt es auch nicht schwer, alte Gemälde zu übermalen, alles habe seine Zeit und aus Altem entsteht dann eben etwas Neues. Der Prozess des Malens an sich beflügelt sie und akribisch arbeitet sie dann auf die jeweilige Vollendung hin.

Obwohl Gabriele Ritters Bilder stets abstrakt sind, orientieren sie sich meist an der Natur, an Landschaften. Für ihre jüngsten Werke hat Ritter zudem mit natürlichen Pigmenten gearbeitet, mit Asche, Lehm, Schiefer, Basalt und farbigen Erden. Neben der „roten Serie“ sind das vielleicht die eindrucksvollsten Bilder der Ausstellung.

Den natürlichen Grautönen hat Ritter warme Grün- und Brauntöne an die Seite gestellt und daraus entstand eine wunderschöne, harmonische Stimmung in einer Handvoll Bilder, die an Landschaften erinnern, die kurz vor dem Übergang in den Winter stehen, karg, bizarr und faszinierend. (tisch)

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