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Hobby

11.08.2018

Alles für den kleinen Schatz

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4 Bilder
Für Franziska und Alexander Scheffner war der Besuch auf dem Puppenmarkt höchstes Ferienvergnügen.

Die Leidenschaft für lebensechte Puppen und kuschelige Teddybären verbindet viele Menschen in Bad Wörishofen. Über anrührende Geschichten und Rettung in höchster Not

„Oh, wie süüüß“, ach – wie reizend und „mei, ist der liab!“, so klingt es von allen Seiten. Nostalgie pur stellte sich ein beim Bummel über den beliebten Puppen- und Bärenmarkt im Kurhaus von Bad Wörishofen. So mancher Kindheitstraum wurde wieder ins Gedächtnis zurückgerufen und die Augen der überwiegend weiblichen Besucher glänzten vor Freude mit den entzückenden Puppen- und Bärenkulleraugen um die Wette.

Außer der zahlreichen alten Puppen aus zwei Jahrhunderten und den neuen – im modernen Look gestylten – Modellen, erfreuen sich die sogenannten Rebornbabies immer größerer Beliebtheit, da sie oft einem echten neugeborenen Kind verblüffend ähneln. Total begeistert – doch äußerst vorsichtig – nahm Mary-Ann Oteman aus München sich eins der hübsch präsentierten Babys auf den Arm, wiegte es sanft und erklärte lächelnd: „Ich hätte ja so gern ein Enkelkind gehabt, das kann ruhig jeder wissen.“ Bei genauer Beobachtung war erkennbar, dass sich zwischen einigen Frauen Gespräche um Puppen entwickelten, gar so, als handele es sich um ihre eigenen Kinder, Enkel oder Großenkel. Emma Murr aus Allmendingen hatte ihr Puppenkind zuhause gelassen, „damit ihr nichts geschieht“, wie sie schmunzelnd sagt. „Ich habe einige Kleider für meine Monika gekauft, die schon verpackt sind“, berichtete sie. Aber fertig ist sie hier noch lange nicht. „Jetzt habe ich auch noch die passenden Schuhe gefunden“, verrät sie und lächelt. Sie freue sich schon auf’s Wiedersehen mit ihrem Puppenkind und tröstete sich derweil mit einem kuschligen Teddybären.

„Überglücklich“, wie sie sagt, holt derweil Barbara Philippe aus Bad Wörishofen ihre 60 Jahre alte Schildkrötpuppe Inge – nach langer Krankheit genesen – beim Puppendoktor ab. Bei Inge musste in der Puppenklinik in Dortmund ein komplizierter Riss am Cellophanköpfchen „operiert“ werden. „Was glaubt ihr – wie toll die aussieht, wenn sie angezogen ist“, sagt die engagierte Puppenmutti. „Ich war früher Schneiderin und nähe ihr bis heute alles selbst“, verrät sie. Als Nächstes wir Inge ein Dirndlkleid bekommen – denn Bär Timmi, ihr Gefährte, wartet schon in Lederhose und Trachtenjanker auf dem Sofa auf sie.

Franziska und Alexander Scheffner aus Baden-Baden verbringen einen Teil der Ferien mit ihren Eltern in Bad Wörishofen. Für die Familie war es „ein Muss“, den Puppenmarkt zu besuchen. „Daheim gibt für meine Puppen sogar ein Puppenhaus und eine Wiege“, schwärmt Franziska. Sie ist selbst künstlerisch begabt und macht sich an eigene Projekte. Derzeit näht sie an einem „Schutzengelbär“ und Alexander schaut seiner Schwester dabei gern zu. Beide betrachtete den Bummel über den Puppenmarkt als „besonderes Ferienevent.“

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