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Engagement in Mindelheim

28.11.2016

Alles für die Heimatstadt

Bei der Gründung der Bürgerstiftung vor zehn Jahren waren dabei (von links) Bürgermeister Stephan Winter, der damalige Kuratoriumsvorsitzende Karl-Heinz Holl, Regierungspräsident Ludwig Schmid, Johann Stoll, der Zweite Vorsitzende der Stiftung, und der Vorsitzende Alfred Brugger.
Bild: Johann Stoll

Engagement Was die Bürgerstiftung in den ersten zehn Jahren ihres Bestehens bewegen konnte

Tun sich Bürger zusammen, kämpfen sie meist gegen etwas. Gegen Atomkraft, gegen Straßen, gegen Fluglärm. Die Mindelheimer Bürgerstiftung ist da aus anderem Holz geschnitzt. Vor zehn Jahren wurde sie auf Initiative von Alfred Brugger gegründet. Ziel war von Anfang an, die Mindelheimer Altstadt voranzubringen. Damit ist die Mindelheimer Bürgerstiftung eine der wenigen in Deutschland überhaupt, die sich nicht vorrangig sozialen Aufgaben verschrieben hat.

69 Stifter verzeichnet die Stiftung inzwischen und gehört damit zu den größeren im Lande. Beim Kapitalstock allerdings ist nach wie vor Bescheidenheit angesagt. Kaum 100 000 Euro stehen der Stiftung zur Verfügung.

Dennoch sind in den ersten zehn Jahren eine Reihe von Initiativen angegangen und umgesetzt worden, wie Bürgermeister und Schirmherr Stephan Winter auf der Stifterversammlung betonte. Er sprach von einer zehnjährigen Erfolgsgeschichte. „Dieses bürgerschaftliche Engagement schätze ich sehr“, betonte der Rathauschef. Dieses sei für die Gesellschaft insgesamt unverzichtbar. Bürger sollten Verantwortung übernehmen. Das tue die Bürgerstiftung. Winter sprach von einer „positiven Bürgerbewegung“ und lobte die Initiative und den Einsatz des Vorsitzenden Alfred Brugger nachdrücklich.

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Mit der Stadt zog die Bürgerstiftung an einem Strang und brachte die Altstadtsanierung mit aufs Gleis. Diese Sanierung wird nächstes Jahr mit dem vierten Bauabschnitt abgeschlossen. Für ihren Einsatz ist die Bürgerstiftung vor fünf Jahren in Kassel mit dem Bürgerstiftungspreis ausgezeichnet worden.

Die Bürgerstiftung will nun mit einem Brunnen die kleine Grünfläche an der Jesuitenkirche aufwerten. Wie berichtet, werden in dem Brunnenmotiv von Architekt Peter Kern symbolisch die vier Türme der Altstadt aufgegriffen. Die vier Felder der Grünfläche sollen die vier historischen Stadtquartiere andeuten.

Zur Finanzierung dieses Projekts hat die Bürgerstiftung in den vergangenen Jahren bereits Rücklagen gebildet. Dennoch fehlen noch einige tausend Euro. Wer mit einer Spende über 500, 250 oder 100 Euro mithelfen mag, kann Brunnenpate in Gold, Silber oder Bronze werden. Paten werden mit Urkunden belohnt. Der Fiskus erkennt diese Spende als steuermindernd an. Details können per E-Mail an buergerstiftung.mn@t-online.de nachgefragt werden.

In den zehn Jahren hat die Bürgerstiftung unter anderem gefördert: Naturlehrgarten, Restaurierung alter Bilder im Heimatmuseum und eines Reliquiars, Restaurierung der Vereinsfahne der Feuerwehr. Flüchtlingen wurden Lehrmaterial und Fußballschuhe gespendet. Es sind immer wieder auch Aktivitäten, für die die Bürgerstiftung sorgt. Zusammen mit Kulturamt, Kunstverein und Kunststiftung Erich Schmidt wurde 2014/15 der Jugend-Kunstpreis ausgelobt.

Mehrere Vorträge etwa über Einbruchsicherung, Erbrecht oder Zivilcourage hat die Bürgerstiftung bereits veranstaltet, wobei sie dabei von der Wohnungsgenossenschaft unterstützt wird. Geschäftsführer Florian Schuster trägt die Bürgerstiftung auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Kuratoriums mit.

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