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Allgäu
25.11.2021

Klinikverbund Allgäu rechnet nicht mit Triage

Foto: Jan Woitas/dpa

Wo in den Kliniken mehr Kapazitäten für Corona-Patienten geschaffen werden konnten.

„Trotz bereits deutlicher Erweiterungen der Covid-Bereiche reichen die Kapazitäten an den bisherigen drei Schwerpunktkliniken nicht mehr aus, um die hohe Anzahl der zu versorgenden Patienten zu bewältigen“, sagt Andreas Ruland, Geschäftsführer des Klinikverbunds Allgäu. Zu dem Verbund gehören die Häuser in Kempten, Immenstadt, Sonthofen, Oberstdorf, Mindelheim und Ottobeuren. Während laut Ruland in den ersten drei Wellen die Standorte Kempten, Mindelheim und Immenstadt die Pandemieschwerpunkt-Kliniken waren, werden nun auch die Standorte Ottobeuren und Oberstdorf in die Versorgung von Covid-Patienten einbezogen.

M. Nuscheler

In Ottobeuren werden bereits seit dem 9. November Corona-Patienten mitversorgt – sowohl auf der Normal- als auch auf der Intensivstation. Seit Montag ist in Oberstdorf eine Covid-Behandlungseinheit in Betrieb gegangen, die bis zu 17 Patienten aufnehmen kann. Am Standort Sonthofen ist aufgrund der vorwiegend älteren und damit vulnerableren Patienten weiterhin keine Versorgung von Corona-Patienten vorgesehen.

A. Ruland

Im gesamten Verbund werden derzeit 100 Covid-Patienten behandelt

Derzeit werden im gesamten Verbund 100 Covid-Patienten behandelt, 23 davon auf der Intensivstation. Um der Lage Herr zu werden, werden laut Andreas Ruland zunehmend eigentlich überwachungspflichtige Patienten auf Normalstationen verlegt. Zudem seien planbare Behandlungen weitestgehend eingestellt und die Zahl der Operationen würde drastisch reduziert. Dennoch betont Dr. Manfred Nuscheler, Chefarzt für Intensivmedizin in Mindelheim und Ottobeuren: „Triage betreiben wir in unseren Kliniken nicht und wir sind zuversichtlich, dass diese, auch dank möglicher Patientenverlegungen über die bayerischen Landesgrenzen hinaus, ziemlich sicher nicht notwendig wird.“ (sih)

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