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Mindelheim

08.02.2019

Allgäuweite Klinik-Fusion ist realistisch

Das Kreisklinikum in Mindelheim sucht einen Partner.
Bild: Archivfoto: Sandra Baumberger

Plus Das Ober- und Unterallgäu mit Kempten haben über die Zukunft ihrer Kliniken Gespräche aufgenommen. Was wird aus Memmingen?

Der Anfang ist gemacht, und offenbar hat die Chemie gleich bei der ersten Zusammenkunft gestimmt: Der Lenkungsausschuss zur Klinikfusion zwischen dem Klinikverbund Kempten-Oberallgäu und den Kreiskliniken Unterallgäu hat am Donnerstag sein erstes gemeinsames Arbeitstreffen absolviert. Das Treffen fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. In einer gemeinsamen Erklärung von gestern heißt es: Die Mitglieder des Lenkungsausschusses seien sich nach dem Treffen einig, „dass ein gemeinsamer Klinikverbund zwischen Kempten, dem Ober- und dem Unterallgäu eine realistische Perspektive darstellt.“

Ein Klinik-Dreierbund mit Memmingen und dem Ober- und Unterallgäu ist möglich

Unterzeichnet haben die Erklärung für die Presse gestern neben den beiden Landräten Hans-Joachim Weirather (Unterallgäu) und Anton Klotz (Oberallgäu) auch der Kemptener Oberbürgermeister Thomas Kiechle sowie der Vorsitzende des Aufsichtsrates des Klinikverbundes Kempten-Oberallgäu, Altlandrat Gebhard Kaiser. Ein möglicher Dreierbund mit Memmingen wird nicht ausgeschlossen.

Zuletzt hatte sich der Stadtrat von Memmingen mehrheitlich dafür ausgesprochen, den Gesprächsfaden mit den Unterallgäuern wieder aufzunehmen. Die Gespräche hatte nach mehr als zehn Jahren Verhandlung die Unterallgäuer Seite auf Eis gelegt. Landrat Weirather hielt an seinem Kurs fest, jetzt die Gespräche mit Kempten und dem Oberallgäu zu suchen.

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Die Teilnehmer der Gesprächsrunde zeigten sich nach der Sitzung sehr zufrieden. Die Verhandlung fand in einer „offenen, konstruktiven und zielorientierten Atmosphäre statt“, hieß es in der Erklärung. Es herrschte Einigkeit darüber, dass eine Stärkung der Krankenhauslandschaft im Allgäu dringend notwendig sei, um den Herausforderungen des Gesundheitswesens und den Vorgaben durch die Gesundheitspolitik auch langfristig erfolgreich begegnen zu können.

Nur im Rahmen eines Zusammenschlusses mit einer engen medizinischen Kooperation der einzelnen Klinikstandorte sowie einer zielgerichteten Spezialisierung und Schwerpunktbildung könne die hochwertige und umfassende medizinische Versorgung für die Bevölkerung erhalten und weiter verbessert werden.

Patienten soll ein hochwertiges medizinisches Angebot gemacht werden

Zielsetzung des neuen allgäuweiten Klinikverbundes ist es damit, den Patientinnen und Patienten aus der Region, ein noch umfangreicheres medizinisches Angebot in der Region anzubieten. Darüber hinaus würde ein erweiterter Klinikverbund zum einen den weiteren Ausbau von qualifizierten Arbeitsplätzen im Allgäu sichern und zum anderen bei der Gewinnung von Fachkräften gemeinsam agieren.

Nach den neuesten politischen Entwicklungen in der Stadt Memmingen sehen die Mitglieder des Lenkungsausschusses auch die Möglichkeit, einen möglichen Klinikverbund Kempten-Oberallgäu-Unterallgäu in einem zweiten Schritt um das Klinikum der Stadt Memmingen zu erweitern.

Zusammengefasst sind sich die Mitglieder des Lenkungsausschusses nach dem ersten Treffen einig, dass ein gemeinsamer Klinikverbund zwischen Kempten, dem Ober- und dem Unterallgäu eine realistische Perspektive darstellt. In einem nächsten Schritt gelte es nun, die Chancen und Risiken genauer zu bewerten und die wirtschaftlichen Detailüberlegungen und die juristischen Fragestellungen zu bearbeiten.

Mehr über die Fusionspläne der Mindelheimer Kreisklinik finden Sie hier:

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