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Kabarett

18.11.2019

Allmächd, so eine Gaudi!

In schwindeleregendem Tempo und in witzigen Rollen hechelten sich Frankens beliebteste Komödianten Heißmann & Rassau im Kurtheater von Bad Wörishofen durchs Programm. Bevor der Vorhang zweimal fiel, erlebten die Zuschauer eine furiose Zwei-Mann-Show mit amüsanten Wortspielereien.
Foto: Franz Issing

Frankens beliebteste Komödianten mischen das Kurtheater von Bad Wörishofen auf

Wer von Bocksbeuteln, fränkischen Bratwürsten und Lebkuchen spricht, muss auch Heißmann und Rassau sagen. Einmal mehr schlugen die beiden Kabarettisten aus Fürth im Kurtheater von Bad Wörishofen Witwenalarm und ließen ihre Kultfiguren Waltraud und Mariechen mit fränkischer Direktheit Dinge sagen, woran sich Otto Normalbürger bestimmt verschluckt hätte.

„Im Kurpark von Wörishofen blühen 550 Rosensorten, aber du gehörst nicht dazu“, veräppelte Waltraud ihre schrullige Freundin. Bevor der „Vorhang zweimal fiel“ machten die beiden Komiker ihrem humoristischen Ruf alle Ehre und lieferten als Verwandlungskünstler eine furiose Zwei-Mann-Schow ab.

Das ging natürlich nicht ohne lokale Spitzen , bei denen Wörishofer wie auch Kurgäste ihr Fett weg bekamen. „Gleich fünf Kandidaten wollen hier Bürgermeister werden, das muss ja ein Traumjob sein“, frotzelten die beiden Ulknudeln und rechtfertigten den frühen Beginn ihres Auftritts in Richtung Publikum mit der Bemerkung: „18 Uhr ist eine ideale Zeit für Kabarett, da kommen die Leute gerade vom Tanztee und auch noch rechtzeitig zum Abendessen“. Ansonsten empfahlen sie den Senioren in der Stadt singend, „alles was Spaß macht zu tun, solange es noch geht“.

Unglaubliche Anekdoten, spannende Erlebnisse wechselten mit absurden Abenteuern. Die beiden Komiker zogen dabei alle Slapstick-Register. Die von ihnen kolportierten Gegebenheiten boten jede Menge Stoff zu scharfzüngiger Häme. Als Polizisten, Parksünder, Skilehrer, oder Pauschalreisende in Ibiza unterwegs: Heißmann & Rassau schlüpften in die verrücktesten Rollen und bombardierten die Zuschauer zwei Stunden lang mit Sketchen, Parodien und Geschichten aus dem Alltag. Der eine übertrieb ein wenig, der andere verstand es nicht so richtig. So frotzelte, blödelte sich das Duo durch die Republik, mal witzig, mal frech, aber nie ohne Selbstironie.

Nichts war den zwei Komikern heilig. Veganer kamen bei ihnen gar nicht gut weg. „Die verdursten eines Tages, denn Trinkwasser kommt ja aus dem Hahn“, prophezeiten sie schmunzelnd und feuerten eine Lachsalve nach der anderen ab. Beispiele gefällig? „Kommt eine schwangere Frau in die Bäckerei und sagt, ich bekomme ein Brot. Sachen gibt‘s, fand der Bäcker“ . Und noch ein Gag. „Zwei Frauen treffen sich auf dem Friedhof, sagt die eine zur anderen: „Ach du kannst schon gießen, ich muss noch kochen“.

Am Ende punktete Martin Heißmann mit bemerkenswertem Tenor und großen Gesten. Klassiker von Peter Alexander und Frank Sinatra gehören bei ihm singend und zwingend zum Programm. „So leb’ dein Leben“ lautete denn auch des Comedians Botschaft, bevor nach ungezählten Pointen der letzte Vorhang fiel. Und wer am Ende vor lauter Lachen TBC – „Totalen Bauchmuskel-Cater“ – bekam, war damit sicher nicht allein.

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