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Jahreskonzert in Oberrieden

21.12.2017

Altes, Neues und Weihnachtliches

Viel Applaus erhielten die rund 50 Musiker der Oberriedener Kapelle bei ihren beiden Konzerten. Dirigentin Marina Beer hatte ein abwechslungsreiches, aber auch anspruchsvolles Programm zusammengestellt.
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Viel Applaus erhielten die rund 50 Musiker der Oberriedener Kapelle bei ihren beiden Konzerten. Dirigentin Marina Beer hatte ein abwechslungsreiches, aber auch anspruchsvolles Programm zusammengestellt.
Bild: Maria Schmid

Die Musiker aus Oberrieden vereinen Tradition und Moderne. Ihre Dirigentin hat 2018 Großes vor

Sie war erst 18 Jahre alt, als sie vor fünf Jahren in der Musikkapelle Oberrieden das Dirigat übernahm. Würde sie es schaffen, die rund 50 Musiker von ihrem Können zu überzeugen und würden sie ihren Anweisungen folgen? Die Jugendlichen gewiss – aber auch die „alten Hasen“? Marina Beer hat es geschafft. Souverän leitete sie das Blasorchester nun auch in diesem fünften Jahr als Dirigentin beim Jahreskonzert durch ein von ihr zusammengestelltes, abwechslungsreiches und sehr anspruchsvolles Programm. Schon zu Beginn wehte, wie im vergangenen Jahr, mit „Flashing Winds“ von Jan van der Roost eine frische Brise durch die Sporthalle. Wird das zu einer Erkennungsmelodie dieser zwei Mal stattfindenden Konzerte, seit 1964 immer am 25. und 27. Dezember?

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Bald steht das Examen an

Der 3. März wird für Marina Beer ein wichtiger Tag in ihrem musikalischen Leben werden. In der Dreifachturnhalle in Pfaffenhausen wird ihr Können genauestens unter die Lupe genommen. Sie macht ihr Examen, den Bachelor für Blasorchesterleitung. Beer studiert am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg unter Maurice Hamers, Professor für Blasorchesterleitung. Für ihr Engagement beim Musikverein erhielt sie von ihren Musikern und vom Publikum anerkennenden Beifall – so auch für „Spirit Of Life“ von Mendert Boekel, eine Komposition ihrer Prüfung. Der „alten Musik“ aus dem 17./18. Jahrhundert nachempfunden, zeigten die Musikanten in dem 13-minütigen Werk eine großartige Interpretation, darunter ein Solo von Oboistin Sarah Schmid.

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Wohlverdienter Applaus

Lust auf eine Reise nach Irland machte das Werk „Lord Tullamore“ von Carl Wittrock, dem Lieblingsstück von Moderatorin Johanna Schuster. Das machten vor allem die tänzerischen Szenen deutlich, die stark an „Lord Of The Dance“ erinnerten. Doch da waren noch Werke wie die „Hymne à la musique“ von Serge Lancen, der Konzertmarsch „Neue Welt“ von Alexander Pfluger und die „musizierende Anwältin“ der „Causidica Musica“, die böhmische Polka „für Anke“ von Freek Mestrini. Bei der Besteigung der Nordwand des Eiger heißt es: Auf eigene Gefahr! James Swearingen komponierte das Geschehen an dem Berg mit „Eiger – a Journey to the Summit“. Romantische, melodiöse und selbstbewusste Töne brachte Dagmar Schwarz auf die Bühne. Gefühlvoll trug sie das Lied der Gabriella aus dem Film „Wie im Himmel“ vor. „Gabriella’s Song“ bekam erwartungsgemäß heftigen, wohl verdienten Applaus, wie das ganze Musikantenteam. Das ließ beim letzten offiziellen Musikstück Weihnachten hörbar werden – mit einem stimmungsvollen Medley unter dem Titel „In heil’ger Nacht“ von Jugel Janson. Natürlich gab es Zugaben, darunter – ebenfalls Tradition – den „Radetzkymarsch“.

Martin Jall, stellvertretender Bezirksdirigent des Bezirks 10 im Allgäu Schwäbischen Musikbund, unterstützt von Vorsitzendem Andreas Schuster, hatte für Franz Amman lobende Worte. Dieser sei von 1988 bis 2003 nicht nur Zweiter Vorsitzender, sondern auch Chronist gewesen und von 2003 bis 2009 Vorsitzender. Er erhielt nicht nur die Urkunde für 40Jahre Treue zum Verein, sondern auch die Ehrenkarte und die „Zulassung“ zum „Bobo“, dem Bezirks-Oldie-Blasorchester. Eine Urkunde erhielt auch Raphael Baur für die sehr gut bestandene D1-Prüfung an der Posaune, mit der er bereits bei den Großen mitspielt. Das wusste nicht nur Vorsitzender Horst Waigl zu würdigen, sondern auch das begeisterte Publikum.

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