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Bad Wörishofen

27.09.2019

Am Waldsee in Bad Wörishofen tut sich was

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2 Bilder
Der Waldsee in Bad Wörishofen.
Bild: Markus Heinrich

Das Schmuckkästchen vergangener Tage könnte als Naherholungsgebiet neu belebt werden. Ein Beschluss ebnet dafür – und für ein Bauprojekt – nun den Weg.

Einen Beschluss mit vielleicht weit reichenden Folgen verabschiedete der Bauausschuss des Stadtrates am Mittwochabend. Demnach darf ein ehemaliges landwirtschaftliches Gebäude am Waldsee (Haus Waldsee 2) in einen Beherbergungsbetrieb umgewandelt werden. Geplant sind 20 beziehungsweise 24 Wohnungen mit insgesamt 40 Betten. Im Grundbuch muss sichergestellt werden, dass diese Wohnungen nicht zu Dauerwohnzwecken vermietet werden.

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Schon mehrmals beschäftigte sich das Gremium mit diesem Bauvorhaben. Im vergangenen Herbst lag dem Ausschuss ein Vorschlag auf Bau von zehn Wohneinheiten beziehungsweise fünf Reihenhäusern vor. Das Landratsamt hatte aber beschieden, dass an dieser Stelle lediglich eine Ersatzbaumaßnahme mit höchstens fünf Wohneinheiten möglich wäre. Der Bauherr überarbeitete daraufhin das Konzept grundlegend. Bernhard Oberstaller vom Bauamt trug den Räten nun das neue Vorhaben vor.

Nun sind Details zum Vorhaben am Waldsee in Bad Wörishofen bekannt

Das Haus wird demnach 39 Meter lang und knapp elf Meter breit. Es sind 20 beziehungsweise 24 Wohnungen geplant mit insgesamt 40 Betten. Im Erdgeschoss sind zwei Lagerräume und eine Gemeinschaftsküche, eine Lobby sowie drei Appartements vorgesehen. Im Obergeschoss werden neun Appartements eingebaut und im Dachgeschoss entstehen acht Appartements, wovon zwei teilbar sind.

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Die Fassade wird weitgehend aus dem Bestand genommen, zusätzliche Fenster sind im südlichen Teil vorgesehen. Der Dachstuhl soll weiter genutzt werden. Um die Räume im Obergeschoss besser belichten zu können, sind dort Dachgauben vorgesehen.

An der Gammenrieder Straße wird ein Nebengebäude errichtet, dass als Pelletlager, Fahrradabstellraum und Müllraum genutzt wird. Das bisherige Nebengebäude aus Holz wird entfernt. Insgesamt sollen für Personal und Gäste 24 Parkplätze auf dem Gelände unterbracht werden.

Bernd Oberstaller erklärte zu den Verkehrsverhältnissen weiter, dass die bestehende Zufahrt zum ehemaligen Café sowie der Fuß-Rundweg zum See bestehen bleiben sollen. Und die Verwaltung stellte weiter fest: „In Hinblick auf die wünschenswerte Revitalisierung des leer stehenden Objektes und der Schaffung neuer Gästezimmer kann einer Abweichung von der städtischen Gestaltungssatzung zugestimmt werden.“ Die Verwaltung verwies darauf, dass Vorhaben im Außenbereich im Einzelfall zugelassen werden können, wenn ihre Ausführung und Benutzung öffentliche Belange nicht beeinträchtigt und die Erschließung gesichert ist.

So bewerten Ausschussmitglieder die Pläne rund um den Waldsee

In der Aussprache erhob Thomas Vögele von den Freien Wählern Bedenken. „Wir schaffen hier vielleicht einen Präzedenzfall“, so seine Meinung. Es gebe rund um die Stadt noch weitere ehemalige landwirtschaftliche Gebäude. „Wir müssen uns bewusst sein, dass wir hier ein Fass aufmachen“.

Fraktionskollege und Baureferent Wilfried Schreiber sah dies anders. Er erinnerte daran, dass man das Gebiet um den Waldsee als Naherholungsgebiet beleben wolle. Deshalb sehe er das Vorhaben positiv.

Dies sahen die Stadtratskollegen ebenso und votierten für das Vorhaben. Lediglich Vögele blieb bei seiner ablehnenden Haltung.

Zur Erschließung gehört der Bau einer Kleinkläranlage, weil der öffentliche Kanal zu weit entfernt ist. Doris Hofer, die Fraktionssprecherin der Grünen, mahnte an, dass die Stellplätze nicht versiegelt werden dürfen. Oberstaller wies darauf hin, dass diese Forderung grundsätzlich Bestandteil einer Genehmigung in Bad Wörishofen sei.

Zweiter Bürgermeister und CSU-Fraktionssprecher Stefan Welzel forderte in der Sitzung außerdem, dass sichergestellt werden müsse, dass der öffentliche Weg weiter zugänglich ist.

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