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17.08.2018

Amberg wird zum Automobil-Museum

Ein Schaustellerfahrzeug „Magirus Deutz“ des Jahres 1957 sowie einen „Ford-Pick-Up“, Modell T von 1939 stellten Josef und Thomas Henkel aus Pforzen zur Schau.
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Ein Schaustellerfahrzeug „Magirus Deutz“ des Jahres 1957 sowie einen „Ford-Pick-Up“, Modell T von 1939 stellten Josef und Thomas Henkel aus Pforzen zur Schau.
Bild: Issing

Mehr als 150 historische Fahrzeuge rollen in den kleinen Ort – und ziehen viele Besucher an. Die Besitzer der rollenden Schätzchen haben viel zu erzählen.

Qualmende Bulldogs, glitzernde Kühlergrills und stolze Fahrzeugbesitzer: Beim achten Oldtimer-Frühschoppen der Bürgergemeinschaft bildeten sich auf dem Platz vor dem Gasthaus „Deutscher Kaiser“ und in der Frühlingsstraße große Staus.

Mehr als 150 historische Schätzchen auf zwei und vier Rädern rollten im Sekundentakt in den Ort. Da wurden die Parkplätze schnell knapp. Glück hatte da Vera Falck, der nach kurzer Suche für ihr mobiles Schmuckstück – ein 50 PS starker „Karman Ghia“ aus dem Jahr 1971 – ein schattiger Abstellplatz zugewiesen wurde. „Um den sportlichen Wagen am Laufen zu halten, schraubt mein Mann ständig an ihm herum“, verrät die stolze Besitzerin. Derweil drängten sich zwischen den Fahrzeugen viele hundert Oldiefans und fachsimpelten mit den Eigentümern über Benzin, Verbrauch und Höchstgeschwindigkeit.

Amberger liefern einen echten Hingucker

Im Besitz eines echten Hinguckers wusste sich Martin Dörfler aus Amberg. Mit lautem Geknatter und seiner Frau Elisabeth als Sozia und Elisabeth Sikyea im Beiwagen fuhr er mit einem BMW-Motorrad von 1968 vor. „Das ehemalige Polizeifahrzeug aus den USA habe ich als Schrotthaufen erworben und es von Karl Neumeier restaurieren und aufpolieren lassen“, erzählt er.

Amberg wird zum Automobil-Museum

Alle Blicke auf sich zog auch ein ausgedientes Löschfahrzeug LF8 vom Typ B 522 A/O des Baujahres 1961, mit dem die Feuerwehr Peiting noch 1999 ausrückte. Viel Zeit und Geld hat sein neuer Besitzer Klaus Riedel aus Eggenthal in die Restaurierung des knallroten Oldies investiert, um ihn wieder flott zu kriegen.

Ähnliches berichtete auch Klaus Böck aus Buchloe, der vor drei Jahren im Osten einen 1969 gebauten Trabant kaufte und viel Mühe darauf verwandte, ihn wieder fahrtauglich zu machen.

Viel her machte auch ein Schausteller-Fahrzeug der Firma „Magirus Deutz“ aus dem Jahre 1957, das Josef Henkel aus Pforzen zur Schau stellte. Und auch der Pick-Up seines Bruders Thomas, ein Ford-Modell von 1939, sorgte für Furore. Viel bestaunt gleich daneben ein knallroter Pontiac-Sportwagen von 1979, der sich als Modell „Trans AM“ mit 300 PS einen Namen machte.

Eine Rennmaschine im Schongang nach Amberg gefahren

Nach Amberg gesteuert wurde der Flitzer von Patrick Schmid aus Marktoberdorf. „Dieses Prachtstück habe ich nie volle Pulle gefahren, Rasen bekommt einem Oldtimer nicht so gut“, bemerkt er sachkundig. Schmid und seine Beifahrerin Elisabeth Kirchbihler halten es lieber mit Fahrspaß und Genießen.

Mit den Besuchern und der Sonne strahlten die Besitzer der mobilen Prachtexemplare um die Wette. Und gerieten angesichts der vielen Dieselrösser und alter Hanomags ins Schwärmen. Von der Bürgergemeinschaft Amberg nach „Schauen, Erzählen, Hören und Staunen“ zum Frühschoppen mit zünftiger Brotzeit eingeladen, warteten die kleinen und großen Besucher gespannt auf den großen Fahrzeugkorso, der sich gegen Mittag durch das Dorf bewegte und für viel Furore sorgte. Kein Wunder bei all den rollenden Schätzchen.

Bei den Veranstaltern sah man nur zufriedene Gesichter. Organisator Gerhard Fohr freut sich schon auf den zehnten Oldtimer-Frühschoppen im Jahre 2020. „Bei diesem Jubiläum können wir dann ins neue Dorfgemeinschaftshaus einladen“, hofft er.

Viele Fotos vom Oldie-Treffen gibt es hier:

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45 Bilder
Oldtimertreffen in Amberg
Bild: Franz Issing
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