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Pläne

08.05.2015

Anlieger dürfen die Grünfläche mitgestalten

Ob Klettergerüst oder Ruhebank sollen die Anwohner an der Motzetwiese entscheiden. Diskussion um Parkplätze

Öffentliche Grünflächen in neuen Baugebieten sind nicht immer Schmuckstücke. In der Marktgemeinde Türkheim soll dies anders werden. Auf der Tagesordnung der jüngsten Bauausschusssitzung stand einmal mehr das neue Baugebiet Motzetwiese und im Besonderen die Gestaltung der mittig gelegenen öffentlichen Grünfläche.

Erstmals wohnte der neue Marktbaumeister Christian Schinnagel der Sitzung bei. Er stellte auch gleich mehrere Varianten der Gestaltung vor. Das Ingenieurbüro für Bauwesen Mühlegg & Weiskopf GmbH hatte drei Möglichkeiten ausgearbeitet, die aber alle laut Schinnagel bei Kostenneutralität ihre Vor- und Nachteile hätten.

Geringe Wendemöglichkeiten, eine zu schmale Fahrbahnbreite oder die Parkplatzsituierungen auf der Grünfläche waren nur einige der Kritikpunkte.

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Schinnagel selbst hatte dann aus allen drei Vorschlägen ein Optimum herausgearbeitet. Dieses sah eine vier Meter breite Fahrbahn rund um die mitten im Baugebiet gelegene öffentliche Grünfläche vor. Die Bäume auf der Grünfläche setzte Schinnagel deutlich nach innen, allerdings sah auch er immer noch Parkflächen auf der Grünfläche vor.

Diese führten dann im Bauausschuss zu kontroversen Diskussionen. „Wir sprechen hier von sieben Anliegern, die alle ihre Stellplätze auf ihren jeweiligen Grundstücken nachweisen können“, stellte SPD-Markträtin Agnes Sell fest. Sie sah keinen Grund weitere Parkplätze auf öffentlichem Grund vorzuhalten. „Wir wollen einen Quartiersplatz, also eine Begegnungsstätte gestalten und keinen Parkplatz“, so Sell. Die Marktgemeinde solle eine sinnvolle Wegeführung und eine gute Oberflächenwasserversickerung sicher stellen, die Grünflächengestaltung mit Klettergerüst oder Sandkasten und mehr wolle sie aber lieber in die Hände der Anwohner gelegt wissen.

Als Verfechterin einer Straße mit Gehweg trat CSU-Marktgemeinderätin Roswitha Siegert auf. „Der kleinen Kinder zu Liebe!“, lautete ihre Argumentation. Bürgermeister Sebastian Seemüller pflichtete ihr bei. Keine Notwendigkeit eines Fußweges sah hingegen Dritter Bürgermeister Josef Vogel von den Freien Wählern: „Dies ist keine Durchgangsstraße, da muss eine Einbahnstraßenregelung und Zone 30 reichen.“

Die Anlieger in die Gestaltung des Platzes miteinzubinden fanden auch die Markträte Peter Ostler (FW) und Rudolf Mendle (Grüne) als die beste Lösung. Gegen eine Stimme beschloss dann der Bauausschuss dies auch. So bleibt es bei der vier Meter rundum Straßenführung mit einer fünf Meter breiten Eckausrundung. Es wird keinen Gehweg geben und keine Stellplatzflächen und auch vorerst keine Mittelflächengestaltung.

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