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Jahreskonzert

11.12.2019

Apfeltracher Kapelle auf musikalischer Reise

Mit internationalen Stücken sorgte der Musikverein Apfeltrach dafür, dass den Zuhörern in der kalten Leonhardskirche warm ums Herz wurde.
Bild: Schmid

Internationale Stücke begeistern die Besucher in der Leonhardskirche

Leuchtende Sonnenstrahlen wanderten an diesem kalten Nachmittag langsam durch die Fenster der St.-Leonhard-Kirche in Apfeltrach. Sie beleuchteten für wunderschöne Momente die gotischen Fresken aus dem 14. Jahrhundert im Chorraum. Hier saßen die Musikerinnen und Musiker vom 1976 gegründeten Musikverein. Sie sorgten für wärmende eineinhalb Stunden mit einem bunten Reiseprogramm durch die Welt der Blasmusik. Der seit 1980 amtierende Dirigent Josef Bauer hatte ein vielseitiges Programm ausgesucht. Moderatorin und Posaunistin Julia Fröhlich fragte die Besucher gleich zu Beginn, ob auch alle ihre Reisepässe mitgebracht hätten. Alles begann mit Musik von Kees Vlak auf der „grünen Insel“, die aus dichtem Nebel schemenhaft aufstieg.

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Llano beschreibt in seiner spanischen Ouvertüre das maurische Erbe und die Festung „Alcázar“, ein Werk voll andalusischer Lebensfreude. Markus Götz zeigte in seiner „African Inspiration“ die schönsten Seiten des großen Kontinents auf. Wer kennt ihn nicht, den „Bolero“ von Maurice Ravel? An der Rührtrommel bestach mit seinen exakten Trommelschlägen Schlagzeuger Wolfgang Frey. Dann sagte Julia Fröhlich, sie hätten sich bei den Proben gründlich überlegt, ob sie das Rock/Pop-Medley „80er Kult(tour)“, arrangiert von Thiemo Krass, überhaupt in einer Kirche spielen könnten. Aber die Arbeit daran hätte so viel Spaß gemacht. An Dekan Andreas Straub gewandt meinte sie: „Wir hatten so viel Spaß. Wir hoffen, Herr Dekan, dass Sie ihn beim Zuhören auch haben.“

Immerhin enthält dieses Medley Schlager wie „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang und das „Ohne dich schlaf’ ich heut Nacht nicht ein“ von der Münchner Freiheit sowie das Lied „1000 und 1 Nacht“ - da hat es Zoom gemacht! Ja, die Musikanten waren damit in ihrem „Sternenhimmel“ und nicht nur Dekan Straub, auch die Besucher applaudierten heftig.

Apfeltracher Kapelle auf musikalischer Reise

Doch auch mit der Polka „Kleine Lena“ von Berthold Kiechle und dem „Almhütten-Walzer“ von Alexander Pfluger punktete die junge Kapelle bei den Gästen. Es war für alle „Das Beste im Leben“, was sich im Konzertmarsch „In Vita Optimum“ von Lukas Bruckmeyer klar zum Ausdruck brachte.

Dass die Musikanten ohne Zugaben nicht zum anschließenden gemütlichen Beisammensein aufbrechen konnten, das war für sie und die Gäste selbstverständlich.

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