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26.03.2009

Applaus für die Musiker, Umarmungen für den Dirigenten

Mindelheim (doro) - Seit einem halben Jahr hat die Mindelheimer Jugendkapellen einen neuen Dirigenten. Robert Hartmann und seine Nachwuchsbläser gaben nun ihr erstes gemeinsames Konzert und bestanden die Feuerprobe mit Bravour.

Das Niveau war durchaus anspruchsvoll. In den Programmen der beiden Kapellen waren Stücke enthalten, die beide Gruppen auch bei den Wertungsspielen des Allgäu-Schwäbischen-Musikbunds (ASM) vortragen werden.

"Viele Mitglieder der Jugend I haben ihre Ausbildung erst vor ungefähr einem Jahr angefangen", betonte Peter Müllner, der neue Vorsitzende der Stadtkapelle Mindelheim. Das war überraschend zu hören, spielten die jungen Musiker ihre Stücke doch beschwingt und mitreißend. Das Programm der Jugend II bot eine Auswahl an bekannten älteren Stücken ("Tanz der Vampire" von Jim Steinmann) und erfrischend neuen Kompositionen ("Imagasy" von Thiemo Kraas).

Die Musiker lieferten eine tolle Leistung auf ihren Instrumenten ab - und manchmal sogar ohne die. Bei "Indian Fire" von Mario Bürki mussten auch mal die Stimmbänder herhalten, um den Indianerkampf anschaulich darzustellen.

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Robert Hartmann weiß seine Schützlinge zu motivieren. Man sieht, dass das Musizieren ihnen Spaß macht. "In den letzten Wochen ging es schon ein wenig stressiger zu. Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht übel, wenn ich mal etwas strenger war", entschuldigt sich Hartmann bei den Jugendlichen.

Die sind nicht nachtragend. Im Gegenteil, nach dem Konzert gab es Umarmungen für den Dirigenten. Die Chemie zwischen ihm und den jungen Musikern stimmt augenscheinlich. "Wir kommen sehr gut mit ihm zurecht", bestätigt Claudia Mayer, die auch mit viel Witz durch das Programm führte. "Er leitet die Proben humorvoll und führt die Arbeit im gleichen Stil wie Markus Kolb fort."

Trotz seines Erfolges (am Sonntagvormittag wurde er vom ASM zum Bundesdirigenten gewählt) bleibt Robert Hartmann aber auf dem Teppich: "Diese jungen Leute spielen auf einem sehr hohen Niveau. So etwas geschieht nicht in einem halben Jahr. Für die gute Vorarbeit muss man auch meinem Vorgänger Markus Kolb danken."

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