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Unterallgäu

30.11.2018

Arbeitsmarkt: Das Unterallgäu ist auf Platz 5

Nur vier Regionen haben eine noch bessere Arbeitslosenquote als der Landkreis.

Im Gesamtergebnis hat sich der Arbeitsmarkt im Allgäu auch im November weitgehend stabil entwickelt. Insbesondere die alljährliche Pause im Tourismusgewerbe führte jedoch auch zu vorübergehenden Entlassungen in Hotellerie und Gastronomie. Zuletzt waren im bayerischen Teil des Allgäus knapp 8900 Menschen arbeitslos gemeldet. Daraus errechnet sich eine Arbeitslosenquote im Allgäu von 2,3 Prozent. Sie lag um 0,1 Prozentpunkte höher als im Oktober. Im November 2017 waren 530 Menschen mehr arbeitslos gemeldet – was einer Quote von 2,5Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote im Unterallgäu lag im November bei 1,6 Prozent. Damit hat der Landkreis deutschlandweit die fünftniedrigste Arbeitslosenquote.

Gerade in der Bau- und der Tourismusbranche wird die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten noch steigen. Wegen der guten Auftragslage im Handwerk ist dort nur mit kurzen Unterbrechungen bei der Beschäftigung von Mitarbeitern zu rechnen – sofern das Wetter mitspielt. „Im Allgäu suchen Betriebe weiterhin insbesondere qualifizierte Fachkräfte. Der Bedarf der Wirtschaft ging zwar aktuell etwas zurück, dabei muss man aber auch das überaus hohe Niveau der Kräftenachfrage der letzten Monate berücksichtigen“, sagt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. Auch Personengruppen, die früher nicht so stark berücksichtigt wurden, haben dadurch Chancen.

Bereits seit mehreren Jahren nimmt die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen kontinuierlich zu. Waren 2012 im Durchschnitt annähernd 5100 schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen bei Arbeitgebern mit 20 und mehr Arbeitsplätzen beschäftigt, so arbeiteten 2016 bereits gut 5700 Menschen mit Behinderung in solchen Betrieben. Nur Betriebe ab durchschnittlich mindestens 20 Mitarbeitern müssen die Zahl der Beschäftigten mit Behinderung anzeigen. Besetzen sie nicht fünf Prozent ihrer Stellen mit Schwerbehinderten, ist eine Ausgleichsabgabe fällig – zwischen 125 und 320 Euro je Monat und Arbeitsplatz, der nicht mit einem Schwerbehinderten besetzt ist. Im Allgäu haben beschäftigungspflichtige Unternehmen die geforderte Quote nicht erreicht.

Die Arbeitslosigkeit unter Menschen mit Behinderung ging zurück. Während im Januar 2015 annähernd 1050 behinderte Frauen und Männer arbeitslos gemeldet waren, ging diese Zahl im November 2018 auf etwas weniger als 900 Kräfte zurück. Der überwiegende Teil davon sind Fachkräfte: Knapp 550 konnten eine betriebliche oder schulische Ausbildung vorweisen, 40 hatten einen akademischen Abschluss. Die Arbeitsagentur bietet ihnen und Firmen Hilfen an. (mz, home)

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