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Wirtschaft

11.04.2016

Arla stärkt die Milchwerke

Der Arla-Standort in Bad Wörishofen geht gestärkt aus einer neuerlichen Standortschließung im Allgäu hervor.
Bild: Markus Heinrich

Nach dem Verkauf des Standorts Kißlegg wird das größte Werk in Bad Wörishofen mit mehr Milchmenge ausgelastet

Die Milchwerke Bad Wörishofen gehen gestärkt aus einer neuerlichen Veränderung innerhalb der Arla-Standorte im Allgäu hervor. Die schlechte Nachricht, die hinter dieser guten Neuigkeit steht, trifft dafür Kißlegg.

Die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods hat ihr dortiges Produktionswerk verkauft. Neuer Eigentümer ist die neugegründete Kißlegg Käsefreunde GmbH. „Arla Foods hatte den Betrieb aufgrund des massiven Preisverfalls und des hohen Wettbewerbsdrucks in den internationalen Märkten am 29. Februar 2016 geschlossen“, teilt das Unternehmen mit. 38 Mitarbeiter waren von der Betriebsschließung betroffen.

„Wir sind froh darüber einen Interessenten gefunden zu haben, der den Standort Kißlegg mit der Absicht erworben hat, dort auch weiterhin Käse zu produzieren“, sagt Winfried Meier, der für Arlas Geschäfte in Deutschland verantwortlich zeichnet.

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Erleichtert zeigt sich auch Jörg van Loock, verantwortlich für die Arla-Standorte im Allgäu, über die Tatsache, dass die Mehrzahl der Mitarbeiter eine neue Beschäftigung gefunden hat. „Von den 38 von der Schließung betroffenen Kollegen haben mittlerweile 21 einen neuen Job gefunden. Zwölf Kollegen haben unser Angebot angenommen bei Arla zu bleiben und sind bereits jetzt an den Standorten Sonthofen, Bad Wörishofen und Wertach tätig”, berichtet van Loock.

Die Milch, die bisher in Kißlegg verarbeitet wurde, sowie die insgesamt leicht gestiegenen Milchmengen der Arla Lieferanten im Allgäu, werden jetzt an den Standorten Bad Wörishofen, Sonthofen und Wertach verarbeitet. Damit komme Arla seinem Ziel, die Auslastung der Werke voranzubringen, näher. Bad Wörishofen ist der größte Standort innerhalb Arla im Allgäu. In der Kneippstadt wird Käse produziert.

Die Wiederbelebung der Regionalmarke Allgäuland laufe aktuell nach Plan, sagt van Loock. Unter der bereits bekannten Marke bietet Arla seit Jahresbeginn zunächst Trinkmilch, Butter und zwei Käsesorten an. „Wir haben erste Listungen im Einzelhandel erzielen können und führen aktuell weitere Gespräche mit unseren Kunden“, berichtet van Loock. Das Allgäuland Konzept entspricht in großen Teilen dem bereits bekannten Ansatz: Allgäuland ist eine Regionalmarke mit nationalem Potenzial in der Vermarktung. Neu ist jedoch der stärkere Fokus auf die Spezialmilch: hier besonders die Bergbauernmilch. (m.he, mz)

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