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Ettringen

09.07.2020

Attacke auf Polizisten im Unterallgäu: Mann muss in Psychiatrie

Polizisten werden – auch im Landkreis Unterallgäu – immer öfter Opfer von Gewalt.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Erneut gab es eine körperliche Attacke gegen Polizeibeamte im Unterallgäu. Diesmal war es ein junger Fahrradfahrer in Ettringen, der sogar eine Waffe mit sich führte.

Bereits am Mittwoch vor einer Woche ereignete sich in Ettringen nahe der Fabrikstraße ein größerer Polizeieinsatz.

Ein 21-jähriger Fahrradfahrer wurde für eine Verkehrskontrolle von der Polizei angehalten. Der Radfahrer flüchtete jedoch. Einem Beamten, der zu Fuß die Verfolgung aufgenommen hatte, gelang es, den Radfahrer einzuholen und aufzuhalten. Der Radfahrer versuchte sich nach Angaben der Polizei aus dem Klammergriff zu lösen und soll versucht haben, dem Beamten ins Gesicht zu schlagen.

Bei Verkehrskontrolle in Ettringen: Angriff auf Polizeibeamte

Die Polizei Bad Wörishofen schildert den weiteren Verlauf wie folgt: Der Beamte konnte zwar dem Schlag ausweichen, wurde aber trotzdem im Halsbereich getroffen. Anschließend schob der renitente Radfahrer den Polizisten schwungvoll weg. Bei seiner erneuten Flucht ließ er sein Rad zurück. Der Beamte wurde durch den tätlichen Angriff leicht verletzt, nahm deshalb erneut die Verfolgung auf.

Seinem Kollegen gelang es, dem Flüchtenden den Weg abzuschneiden und ihn festzunehmen. Dabei leistete der 21-Jährige erneut Widerstand und attackierte wieder die Beamten.

Drogen und Waffe kommen zum Vorschein - Einlieferung ins Psychiatrie

Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Person war das Motiv seiner Flucht schnell gefunden: Er hatte eine größere Menge Marihuana und eine verbotene Waffe, ein sogenanntes Faustmesser, dabei. Bei der anschließenden Blutentnahme setzte der Mann seinen Widerstand fort, versuchte sogar über ein Fenster zu fliehen.

Die Beamten mussten daher körperlichen Zwang während der Blutentnahme einsetzen. Hierbei leistete der Mann abermals heftigen Widerstand und beleidigte die eingesetzten Beamten mit diversen Schimpftiraden. Nach Abschluss aller Maßnahmen äußerte er auch noch Suizidgedanken, sodass er daraufhin direkt in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen wurde.

Den 21-Jährigen erwarten nun mehrere Anzeigen wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Polizeibeamte, Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung und Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz. (mz)

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