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Statistik

08.09.2011

Aufenthaltsdauer sinkt weiter

Auf den zahlreichen Bänken und Stühlen in der Kneippstadt verweilen die Gäste, wie hier gestern Nachmittag am Denkmalplatz, gerne. Grundsätzlich verbringen die Urlauber aber immer weniger Tage in Bad Wörishofen.
Bild: Foto: Barbara Knoll

Kürzeres Buchungsverhalten gegenüber dem Vorjahr um einen halben Tag. Deutschlandweit nimmt Wörishofen dennoch mit 5,6 Tagen Verweildauer einen Spitzenplatz ein.

Bad Wörishofen In den 80er Jahren lag die durchschnittliche Verweildauer der Gäste noch weit über 20 Tagen, überwiegend kurten die Gäste vor Ort drei Wochen. Nach einigen Gesundheitsreformen sank die Aufenthaltsdauer kontinuierlich, im Jahr 2000 zeigte die Statistik der Kneippstadt noch elf Tage auf. Damals sprach man im Stadtrat bereits von alarmierenden Zahlen. Heute liegt die Aufenthaltsdauer bei 5,6 beziehungsweise 6,5 Tagen (inclusive kleinerer Betriebe mit weniger als neun Betten) und Bürgermeister sowie Kurdirektor verkaufen die jüngsten Zahlen in einer Presseerklärung positiv, „im deutschlandweiten Vergleich mische Bad Wörishofen ganz vorne mit“.

In einer jetzt vom unabhängigen Hotel-Beratungsunternehmen HOTOUR herausgegebenen und veröffentlichten Studie musste sich das Kneippheilbad nur von Bad Füssing geschlagen geben. Für das Ergebnis wurden die Zahlen aus den 40 beliebtesten Ferien- und Kurorten ausgewertet. In den in der HOTOUR-Statistik erfassten Urlaubsorten sank die durchschnittliche Aufenthaltsdauer mittlerweile auf vier Tage, in den deutschen Heilbädern auf rund fünf Tage, damit liegt Wörishofen – egal welche Statistik zugrunde gelegt wird – immer noch über dem Durchschnitt.

Hoher Hotelerieanteil in der Kneippstadt

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Mit 70 Prozent ist der Anteil der Hotellerie in Bad Wörishofen im Vergleich zu den anderen Orten sehr hoch. Von den 40 übernachtungsstärksten Ferien- und Kurorten haben lediglich noch vier Orte über 70 Prozent Hotellerie am Ort, der Durchschnitt liegt zwischen 30 und 40 Prozent. Für den Gast bedeutet dies, dass er in der Kneippstadt ein großes Angebot an verschiedenen Unterkünften vorfindet, vom kleinen Familienbetrieb bis zum Fünf-Sterne-Luxushotel. Besonders erfreulich werten Bürgermeister Klaus Holetschek und Kurdirektor Alexander von Hohenegg auch die Tatsache, dass Bad Wörishofen unter den 40 übernachtungsstärksten Ferien- und Kurorten in Deutschland auf Platz 29 liegt. Bei 350 Kurorten und Hunderten von großen und kleinen Ferienorten sind sie stolz auf diese Platzierung. „Zudem ist zu berücksichtigen, dass auf den vorderen Plätzen übernachtungsstarke Bäder an der Nord- und Ostsee liegen, die mit entsprechenden Übernachtungszahlen dominieren“, so Hohenegg.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass in Bayern gerade bei den Investitionen in Zeiten der Wirtschaftskrise und Nachfolgeproblemen bei Privatbetrieben noch immer Zurückhaltung geübt werde. Zudem fehlten Fördermittelpogramme als Impulsgeber für Investitionen. „Die Senkung der Mehrwertsteuer für das Hotel- und Gastgewerbe war ein wichtiges und richtiges Signal“, so Bürgermeister Klaus Holetschek. „Doch wenn wir in Bayern im nationalen Wettbewerb weiter Spitzenreiter bleiben und auch international in der ersten Liga spielen wollen, müssen die Fördermittel aufgestockt werden, der Staat muss weiter investieren.“

Gästeankünfte stiegen in den ersten sieben Monaten des Jahres

Die Gästeankünfte dieses Jahr einschließlich Juli weisen laut dem stellvertretenden Kurdirektor Werner Büchele ein Plus von rund sieben Prozent aus. Bei den Übernachtungen ist ein leichtes Minus von rund einem Prozent zu verzeichnen, was auf das immer kürzere Buchungsverhalten (minus einem halben Tag gegenüber 2010!) zurückzuführen ist. „Letztendlich wird am Ende des Jahres aufgerechnet und wir sind zuversichtlich mit einem Plus in 2011 abzuschneiden. Dazu werden wir alles tun, um dieses Ziel für Bad Wörishofen zu erreichen“, so Büchele.

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