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16.06.2009

Aufklärung ist bitter nötig

Bad Wörishofen Aktuellen Schätzungen zufolge leidet etwa jeder zehnte Erwachsene in Deutschland unter einer Stuhl- oder Harninkontinenz, wobei die Dunkelziffer erheblich höher vermutet wird. Denn diese Volkserkrankung ist mit einem Tabu behaftet, sodass viele ihr Leiden aus Scham nicht in der Arztpraxis ansprechen. Mit dem Ziel, die Aufklärung zum Thema Inkontinenz auf der ganzen Welt zu fördern, findet in diesem Jahr vom 22. bis 28. Juni erstmalig die "World Continence Week" statt. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft beteiligt sich an der vom Continence Promotion Comittee in Zusammenarbeit mit der ICS ins Leben gerufenen Aktionswoche und unterstützt bundesweit die zahlreichen Veranstaltungen. In 30 Städten finden über 40 Events statt und es werden stetig mehr.

Barbara Knoll

Bad Wörishofen Aktuellen Schätzungen zufolge leidet etwa jeder zehnte Erwachsene in Deutschland unter einer Stuhl- oder Harninkontinenz, wobei die Dunkelziffer erheblich höher vermutet wird. Denn diese Volkserkrankung ist mit einem Tabu behaftet, sodass viele ihr Leiden aus Scham nicht in der Arztpraxis ansprechen. Mit dem Ziel, die Aufklärung zum Thema Inkontinenz auf der ganzen Welt zu fördern, findet in diesem Jahr vom 22. bis 28. Juni erstmalig die "World Continence Week" statt. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft beteiligt sich an der vom Continence Promotion Comittee in Zusammenarbeit mit der ICS ins Leben gerufenen Aktionswoche und unterstützt bundesweit die zahlreichen Veranstaltungen. In 30 Städten finden über 40 Events statt und es werden stetig mehr.

Veranstaltung vor Ort am 27. Juni im Haus zum Gugger

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Im Rahmen der Welt Kontinenz Woche richtet Dr. Michael Blessing auch den "1. Bad Wörishofer Kontinenztag" mit Informationen zu diesem Thema aus. Termin ist Samstag, 27. Juni, von 9.30 bis 12.30 Uhr im Haus "Zum Gugger". Die sogenannten "konservativen Behandlungsmethoden" für Männer und Frauen (ohne Operation!) liegen dem Urologen dabei besonders am Herzen. "Ein Großteil der Problematik liegt im muskulären Bereich und mit einer gezielten Beckenbodengymnastik haben wir große Erfolge zu verzeichnen," so Dr. Blessing. "Weniger ist oft mehr" heiße hier jedoch die Devise, denn die Muskulatur sei empfindlich gegenüber einem Übertraining. Der Urologe baut sehr auf ein individuelles Trainingsprogramm, eine gezielte, saubere Diagnostik sei unbedingt vonnöten.

Am Kontinenztag sind mehrere Vorträge zum Thema Harninkontinenz geplant, praktische Übungen, vorgestellt von Physiotherapeuten ergänzen das Angebot. Auch spezielle Kneippanwendungen bei Inkontinenz werden vorgestellt. "Die Ursache muskulärer Schwächen im Beckenboden sind häufig eine schlechte Durchblutung und hier kann man mit Kneippgüssen viel verbessern," so Blessing, der betont, dass seine Patienten immer jünger werden. War eine Harninkontinenz früher ausschließlich ein Thema bei zunehmendem Alter, seien heute durchaus auch Männer und Frauen um die 40 schon betroffen. Blessing führt dies auf zunehmende Bewegungseinschränkungen zurück und teilweise auch auf eine falsche Muskelzellenaktivierung.

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