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14.02.2015

Aus für den Kneippstadt-Marathon

Sechs Kneippstadt-Marathons haben bereits stattgefunden und immer war die Stimmung bestens. Vergangenes Jahr konnten über 600 Teilnehmer verzeichnet werden. Mehrere Tausend Zuschauer spornten die Läufer jährlich an. Auch der Kinderlauf erfreut sich großen Zuspruches.
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Sechs Kneippstadt-Marathons haben bereits stattgefunden und immer war die Stimmung bestens. Vergangenes Jahr konnten über 600 Teilnehmer verzeichnet werden. Mehrere Tausend Zuschauer spornten die Läufer jährlich an. Auch der Kinderlauf erfreut sich großen Zuspruches.

Organisationsteam vermisst Rückenstärkung seitens des Bürgermeisters. Dieser verweist auf eine desolate Haushaltslage, die Zuschüsse nicht mehr in gewohnter Höhe fließen lasse

Nun ist es traurige Gewissheit. In einem offenen Brief an die Läufer und Freunde des Kneippstadt-Marathons kündigt Mitorganisator Daniel Pflügl das Ende der beliebten und gut etablierten Veranstaltung in Bad Wörishofen an. Dabei spart der Stadtrat von den Grünen nicht mit Kritik an Bürgermeister Paul Gruschka.

„Leider ist es uns nicht gelungen, mit unserem Anliegen im Bürgermeisterbüro ernst genommen zu werden. Anstatt einer Antwort erhielten wir urplötzlich Rechnungen für Leistungen zum KneippstadtMarathon 2014, die bisher unentgeltlich erbracht wurden und zu denen keine anderen Vereinbarungen getroffen worden sind“, argumentiert Pflügl.

Seit Ende Mai hätte das Organisatorenteam wiederholt darum gebeten mitgeteilt zu bekommen, ob eine Fortsetzung des Kneippstadt-Marathons gewünscht ist und ob das Team weiterhin mit der Zusammenarbeit und der Unterstützung durch die Stadt Bad Wörishofen rechnen kann. Eine Entscheidung seitens der Stadt zum Fortbestand des Kneippstadt-Marathons sei aber erst Monate später, bei einer nichtöffentlichen Stadtratssitzung Ende September, gefallen. Der Punkt sei auf Initiative des Zweiten Bürgermeisters Stefan Welzel auf die Tagesordnung gesetzt worden – offene Fragen sollten geklärt werden. Der Stadtrat gab damals grünes Licht für den Kneippstadt-Marathon.

„Aufgrund des enormen Zeitverzuges stand der Kneippstadt-Marathon 2015 allerdings bereits zu diesem Zeitpunkt auf der Kippe“, erklärt Pflügl. Der Planungsaufwand für solch eine Großveranstaltung sei enorm, bis Anfang Dezember müsse annähernd die komplette Veranstaltung für das Folgejahr stehen. „Dies stellt unser seit Jahren immer kleiner werdendes Orga-Team ohnehin regelmäßig vor eine große Herausforderung“, so Pflügl

So sei es jetzt nicht, wie bereits befürchtet, in den wenigen verbliebenen Wochen gelungen, die verloren gegangene Zeit zu kompensieren. Im Dezember 2014 habe das Orga-Team Bürgermeister und Kurdirektor hierüber in Kenntnis gesetzt.

„Sicherlich hat der Kneippstadt-Marathon viele Freunde. Doch eine so große gemeinnützig organisierte Sportveranstaltung benötigt einfach auch das Wohlwollen und Bekenntnis des Stadtoberhauptes, sich als verlässlicher Unterstützer an die Seite der über 300 ehrenamtlichen Helfer (alleine 60 Streckenposten!) und beim Rahmenprogramm Mitwirkenden zu stellen. Ganz sicher ist der Kneippstadt-Marathon nicht geeignet, um die Stadtkasse zu füllen. Der Kneippstadt-Marathon war als Bereicherung für Bad Wörishofen gedacht. Aus Liebe zu unserer Stadt und zum Laufsport. Als gelebte dritte Säule der Kneippschen Lehre. Leider haben wir mit diesem Spirit nicht jeden erreichen können“, so Pflügl enttäuscht.

Das Orga-Team bedankt sich abschließend in dem öffentlichen Brief bei allen engagierten Unterstützern des Kneippstadt-Marathons – bei allen Helfern, Streckenposten, Animateuren, bei den Sponsoren, der Feuerwehr, den Maltesern und der Polizei, dem Ordnungsamt, dem Bauhof und der Stadtgärtnerei, aber vor allem bei den Finishern des Bad Wörishofer Kneippstadt-Marathons.

Bürgermeister Paul Gruschka dementiert die Vorwürfe in einer Presseerklärung. „Es ist nicht zutreffend, dass die Belange der Organisatoren des Kneippstadt-Marathons im Rathaus nicht ernst genommen wurden. Allerdings wusste Herr Pflügl – auch in seiner Eigenschaft als Stadtrat – um die desolate Haushaltslage der Stadt und dass aus diesem Grund Zuschüsse nicht mehr in der gewohnten Höhe fließen können“, so Gruschka in einer Stellungnahme zu dem öffentlichen Brief. Außerdem habe er von Anfang an klar gemacht, dass die Vereine möglichst gleich behandelt werden sollen. Aus diesem Grund würden derzeit in der Verwaltung auch entsprechende Richtlinien erarbeitet werden.

„Es ist durchaus üblich, dass sich Vereine Sponsoren suchen, die zumindest einen Großteil der Kosten abdecken. Jüngstes Beispiel dafür ist der Jubiläumsumzug der Budelonia. Von Herrn Pflügl wurden zu einer möglichen Beteiligung von Sponsoren keine Vorschläge gemacht“, so Gruschka weiter.

Wenn schon bei städtischen Vorhaben in Zukunft ein Finanzierungskonzept verlangt werde, so müsse dies auch für Vereine gelten, die eine nicht unerhebliche Beteiligung der Stadt (im fünfstelligen Bereich) fordern.

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