1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Ausstellung: Bilder aus zwei verschiedenen Welten

Mindelheim

07.10.2019

Ausstellung: Bilder aus zwei verschiedenen Welten

Copy%20of%20IMG_0971.tif
2 Bilder
Kathrin Merz und ihr kleiner Emil, der auf ihren Zeichnungen alles Mögliche erleben darf.

Im Mindelheimer Salon zeigt Kathrin Merz Zeichnungen und ausgefallene Acryl-Arbeiten. Der kleine Emil erlebt darin alles Mögliche.

Die neue Ausstellung des Kunstvereins, die seit Kurzem den Salon in eine bunte Farbwelt taucht, ist von Kathrin Merz, die Malen als Ausgleich zu ihrer Arbeit für den Deutschen und Bayerischen VHS-Verband betreibt, und sich eigene Welten geschaffen hat.

Die eine Welt entfaltet sich bereits seit den 90er Jahren. Damals kam ihr die Idee zu Emil, eine Figur, die allerhand Kurioses erlebt. Die Idee, daraus ein Buch zu machen, entstand 2017. Damals hatte sie ein Stipendium für die Meisterklasse Illustration bei Quint Buchholz im Kloster Irsee gewonnen. In „Emil macht Geschichten“ gehören immer zwei Bilder zueinander, die eine Vorher- und eine Nachher-Situation zeigen, die Geschichte liegt irgendwo dazwischen. In ihren Szenen rund um den langen Emil versammelt sie viele kleine Details, die es zu entdecken gilt.

Der kleine Hund Emil bringt den Ausstellungsbesucher zum Schmunzeln

Ein kleiner Hund etwa ist immer mit dabei, manchmal nur noch als Pfote sichtbar, aber immer Teil der Geschichte. Die Bilder fordern auf, länger zu verweilen, mit Emil zu lachen oder mit ihm zu rätseln wie er denn nun „verflixt nochmal“ in die Seifenblase geraten ist und vor allem, wie er dort auch wieder herauskommen könnte. Es sind Bilder zum Schmunzeln, wobei Emil als vermeintlich Glückssuchender auch einige Male enttäuscht wird und oft dankbar sein muss, dass sein kleiner Hund dabei ist.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Diese Bilder sind aber nur eine Hälfte der Ausstellung, sie repräsentieren die zeichnerische Arbeit von Merz, die auch Schülerin von Friedrich Hechelmann war, die aber wie sie selbst sagt, nicht immer nur ruhig sitzen und zeichnen kann. Sie brauche auch neue Herausforderungen, daher bilde sie sich immer weiter in ihrer Kunst. Auf der Suche nach neuen Techniken hat sie schließlich das Acrylic Pouring, also das Acryl-Gießen, sowie „Resin“ (Epoxidharz), das Arbeiten mit Gießharz, für sich entdeckt. Beide Methoden sind sehr aufwendig. Für die Resin Kunst werden nacheinander mehrere Harzschichten aufgetragen und jeweils Farben oder auch Materialien eingearbeitet.

Die Bilder im Mindelheimer Salon beeindrucken mit ihrer Tiefe und Leuchtkraft

Jede Schicht muss anschließend getrocknet und geschliffen werden. Es entstehen nicht nur Bilder mit einer beeindruckenden Tiefendimension, sondern auch von erstaunlicher Leuchtkraft. Merz malt sehr gern Blüten und Insekten oder taucht in die Tiefe des Wassers. Leuchtende Fische begegnen uns in den Bildern, schillernde Fliegen oder Libellen. Man glaubt, hineingreifen zu können, oder vermutet bisweilen eine versteckte Lichtquelle. Zwei ganz unterschiedliche künstlerische Ansätze und Techniken – der gezeichnete Emil auf er einen Seite, die Acryl-Gieß-Technik auf der anderen. Wieder eine ausgesprochen spannende Ausstellung im Salon, die noch bis 30. Oktober immer dienstags und mittwochs von 17 bis 19 Uhr und zusätzlich am 26. und 27. Oktober jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet ist. (tisch)

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren