Newsticker
RKI meldet 12.257 Neuinfektionen und 349 Todesfälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Auszeichnung: Mindelheimer Firma Osbra unter Bayerns Top 50

Mindelheim

17.12.2020

Auszeichnung: Mindelheimer Firma Osbra unter Bayerns Top 50

Die Geschäftsführer Siegried Richter (links) und Dr. Thomas Freudenberg freuen sich sehr über die Auszeichnung für die Mindelheimer Firma Osbra.
Bild: Johann Stoll

Plus Hohe Auszeichnung für Mindelheimer Firma, die immer weiter expandiert. Wir haben sie besucht.

Was für ein Erfolg für die Mindelheimer Firma Osbra Formteile GmbH: Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat Osbra als eines der 50 wachstumsstärksten mittelständischen Unternehmen in Bayern ausgezeichnet. Gewürdigt werden damit Firmen, die in den vergangenen Jahren die Zahl ihrer Mitarbeiter und ihren Umsatz überdurchschnittlich steigern konnten.

Unternehmer, die neue Chancen für Wachstum und Beschäftigung aufspüren und diese konsequent nutzen, sind das Rückgrat unserer Wirtschaft, heißt es in einer Erklärung des Wirtschaftsministeriums. Diese Firmenchefs lebten Unternehmertum, „übernehmen Verantwortung und schaffen die Arbeitsplätze, die die Grundlage für den hohen Lebensstandard in Bayern bilden.“ Auch die betriebliche Ausbildung sei zentral für unternehmerisches Wachstum und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Gleichzeitig sei sie Ausdruck gelebter gesellschaftlicher Verantwortung des Unternehmers.

Corona und die wirtschaftlichen Folgen

Die aktuelle Corona-Pandemie hat weitreichende Auswirkungen auch auf das bayerische Wirtschaftsleben. Diese Sondersituation erfordert die volle Aufmerksamkeit der Unternehmensleitungen, heißt es von seiten des Wirtschaftsministeriums. Gerade in diesen schwierigen Zeiten wolle das Ministerium an der langen Tradition einer jährlichen Preisverleihung festhalten.

Osbra-Unternehmenschef Dr. Thomas Freudenberg nahm die Auszeichnung mit großer Freude entgegen. Über Jahre ging es für die Mindelheimer Firma steil nach oben. Jährlich lag die Wachstumsrate seit 2011 bei 20 Prozent und mehr. Corona allerdings hat den Autozulieferer wie die gesamte Automobilindustrie vor allem im Frühjahr stark getroffen. Umsatzrückgängen von mehr als 50 Prozent begegnete die Firma mit Kurzarbeit für die Belegschaft. Seit September geht es wieder spürbar nach oben.

Osbra 1981 gegründet

Die beiden Firmenchefs Thomas Freudenberg und Siegfried Richter blicken mit großer Zuversicht in die Zukunft. Das Unternehmen stellt auch wieder Leute ein. Insgesamt beschäftigt Osbra rund 250 Mitarbeiter. Der Umsatz liegt bei 45 Millionen Euro. Das Unternehmen ist 1981 von Oskar Braunsberger gegründet worden, der heuer im Frühjahr verstorben ist. 2017 erwarb Dr. Thomas Freudenberg den Mehrheitsanteil des Unternehmens. Ein Jahr später übernahm das Unternehmen die Klaus Braunsberger GmbH (Werkzeugbau) in Bad Wörishofen, die inzwischen in Osbra Werkzeugbau GmbH umbenannt worden ist.

Im Vorjahr wurde das Montagewerk in Stetten eröffnet. Und heuer kam die Industrielackierung Geiß GmbH in Monzingen dazu, die heute unter dem Namen Einhaus GmbH firmiert. Investiert wurde auch in Mindelheim mit einer zweiten großen Spritzgussanlage.

Das sind die Verkaufsschlager

Osbra konzentriert sich auf Premiummodelle der Autohersteller. Keine großen Stückzahlen sind das Ziel, sondern oft kleine Serien für Sonderausstattungen von 1000 bis 10.000 Stück. Sitzschalen, Heckspoiler, Armauflagen, Stoßfänger, ja sogar ganze Mittelkonsolen liefert Osbra. Zu den Kunden zählen Daimler, BMW, BMW Alpina, Porsche, AMG-Sportwagen, Seat, Mini, DAF, VDL und andere. Vor allem sind es Autokonzerne, aber auch Bushersteller sind darunter.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren