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Schulluft

14.10.2017

Auszug aus dem Keller

Weitere Maßnahmen an der Grund- und Mittelschule und Bürgermeister-Brief an die Eltern

Im Zuge der festgestellten Probleme mit Schadstoffen in der Kellerluft der Grund- und Mittelschule werden weitere Maßnahmen ergriffen. Es geht um den vorübergehenden Auszug aus dem Keller. In einem Brief an die Elternschaft teilte Gruschka mit, aus baubiologischer Sicht bestehe keine akute Gesundheitsgefahr, die Schule könne weiterhin genutzt werden. Er zitierte damit den Gutachter Arno Brida, der aber empfohlen habe, gleichwohl die Werte nach unten zu drücken.

Dazu wurden weitreichende Maßnahmen ergriffen, etwa der Kauf einer Lüftungsanlage (wir berichteten). Auch eine Beurteilung der Ergebnisse aus medizinischer Sicht soll es geben. Dazu kommt nun, dass in den betroffenen Werkräumen im Keller vorerst kein Unterricht mehr stattfindet. Lehrer und Schüler ziehen dazu ins Lehrerzimmer der Mittelschule um. Zudem soll die Schulküche neu möbliert werden. Die Schule hat die Eltern schriftlich informiert.

Gemessen wurde im Keller, unter Extrembedingungen wie Sommerhitze und tagelang geschlossenen Fenstern. Festgestellt wurden Radonkonzentrationen in einem „noch tolerierbaren“ Niveau, wie Brida mitteilte. Nur im Lagerraum gab es „erhöhte“, in anderen Räumen „abweichende“ Werte. Eine „deutlich erhöhte“ Formaldehydkonzentration lege den Einbau einer Lüftung nahe. Die Konzentration sei „hygienisch unbedenklich“. PCB wurde auch gefunden, unterhalb des Zielwerts. Akuter Sanierungsbedarf sei daraus nicht ableitbar. Brida rät aber, langfristig den Auslöser zu suchen.

Ratsmitglied Helmut Vater (SPD) hatte am Montag die kompletten Zahlen erbeten, zwischenzeitlich auch der Verein EGGBI für gesundes Bauen. Bürgermeister Paul Gruschka (FW) sagte am Freitag, er halte die Veröffentlichung des kompletten Gutachtens derzeit nicht für sachdienlich. Er werde dies jedoch zu einem späteren Zeitpunkt tun. Er habe von Beginn an öffentlich informiert und auch die Eltern und Lehrer mit einbezogen. (m.he)

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