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Jubiläum

12.11.2019

Bad Wörishofen feiert sich selbst

Kneipp blickt vom Denkmalplatz auf Bad Wörishofen, das vor 70 Jahren zur Stadt erhoben wurde.

70 Jahre Stadterhebung: Festakt und Fackelmarsch am heutigen Dienstag im Kurhaus.

Größte Stadt des Landkreises Unterallgäu, 12 Gemeindeteile, alleine seit 2011 ein Einwohnerzuwachs von 12,2 Prozent: Bad Wörishofen hat eine bemerkenswerte Entwicklung vom bäuerlichen Dorf zum international bedeutenden Kurort und zur begehrten Wohnstätte hingelegt. Dazu beigetragen hat auch die Erhebung zur Stadt, die nun 70 Jahre zurück liegt.

Der Gemeinderat zeigte am 25. Juli 1949 Weitsicht und beauftragte den damaligen Bürgermeister Anton Stöckle damit, die Stadterhebung in die Wege zu leiten. Der Beschluss fiel damals mit 12:5 Stimmen. Auch der damalige Landrat Alois Kopp war dafür, gemeinsam überzeugten sie die Entscheidungsträger in München, auch mit dem Hinweis auf das Wirken Kneipps.

Es dauerte nur drei Monate, dann war es geschafft: Am 12. November 1949 wurde die Urkunde zur Stadterhebung ausgestellt, überreicht wurde sie am 15. November im Kurhaus. Damals zählte Bad Wörishofen etwas mehr als 9000 Einwohner. Heute sind es schon fast 17.000. Unter ihnen sind 2772 ausländische Staatsbürger aus 100 Ländern der Welt. Spitzenreiter sind die Rumänen (350) vor Kroaten (310) und Ungarn (305).

Die Stadt Bad Wörishofen feiert diesen bedeutenden Tag der Stadtgeschichte am heutigen Dienstag gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern. Dazu gibt es um 16 Uhr eine Feierstunde im Kurtheater des Kurhauses. Bürgermeister Paul Gruschka wird dort die Gäste begrüßen, die sich die kostenlosen Platzkarten sichern konnten. Diese sind im Kurhaus am Kartenvorverkauf erhältlich.

Der Auftakt zu den anstehenden großen Jubiläen in Bad Wörishofen

Die Festrede hält um 16.30 Uhr Kreisheimatpfleger Christian Schedler. Gegen 17.30 Uhr wird Bezirkstagspräsident Martin Sailer die Sieben Schwaben Medaille verleihen. Dazwischen gibt es viel Musik, unter anderem von Sanni Risch, vom Geigenensemble der Irmgard-Seefried-Sing- und Musikschule Bad Wörishofen und von der jungen Bad Wörishofer Violonistin Emilia Hofmann. Die Jubiläumsfeier endet mit einem Fackelmarsch zum Denkmalplatz, wo Bad Wörishofens Musikkapellen ein Standkonzert geben. Dies tun sie allerdings nur bei trockener Witterung. Ansonsten findet das Konzert im Kurtheater statt.

Die Feierlichkeiten zur Erinnerung an die Stadterhebung bilden den Auftakt für die folgenden hochkarätigen Jubiläen. 2020 jährt es sich zum 100. Mal, dass Wörishofen das Prädikat Bad erhalten hat. Diesen Anlass feiert die Stadt am 6. März.

Wo man heute auch noch kleine Jubiläen feiern könnte

2021 folgt dann der 200. Geburtstag Sebastian Kneipps, ohne dessen Leistung es weder ein „Bad“ und vermutlich auch keine Stadterhebung gegeben hätte. Die Planungen für beide Jubiläen laufen. Eigene „kleine“ Jubiläen könnte man übrigens auch in einigen Stadtteilen feiern. Denn am 12. November jährt sich auch die Eingemeindung von Schöneschach, Hartenthal, Untergammenried, Obergammenried, Oberes Hart und Unteres Hart zum 70. Mal. Die letzten Dörfer, die eingemeindet wurden, waren Dorschhausen und Stockheim im Jahr 1978.

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