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Unterallgäu

15.09.2020

Bahnstrecke München-Memmingen-Lindau steht bald unter Strom

Die Strecke München-Lindau ist elektrifiziert, im Dezember sollen die ersten Züge rollen.
Bild: Ralf Lienert

Bevor die ersten elektrisierten Züge über Mindelheim fahren können, muss die Bahnstrecke „millimetergenau“ überprüft werden.

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Memmingen-Lindau ist nach zweieinhalb Jahren weitestgehend abgeschlossen. Seit Ende August steht die Strecke unter Strom. Bis die ersten Züge mit Passagieren an Bord über die Gleise rollen, dauert es aber noch. Erst müssen noch „alle „Anlagen millimetergenau“ geprüft werden, sagt Projektleiter Matthias Neumaier von der Deutschen Bahn (DB).

Messfahrten im Oktober auf Bahnstrecke München-Memmingen

Zunächst testet die DB die Stromversorgung auf der gesamten Strecke. Anfang Oktober sollen dann sogenannte Messfahrten stattfinden. Dabei wird laut Franz Lindemair, Pressesprecher der DB, „die Belastbarkeit der Strecke“ getestet, die für Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h ausgelegt ist. „Der Mess-Zug tastet sich langsam an dieses Tempo ran und fährt am Ende zehn Prozent schneller als die zulässigen 160 km/h“, sagt Lindemair. Das sei Vorschrift, erst dann bekomme die Strecke die Zulassung. Auch der Lärm wird mit einem speziellen Fahrzeug gemessen.

Stromversorgung und Lärmschutz kosten mehrere hundert Millionen Euro.

Die Kosten für die Elektrifizierung der Strecke belaufen sich auf etwa 500 Millionen Euro. Allein 100 Millionen davon wurden in den Lärmschutz investiert. Im Dezember sollen dann nach Angaben der Deutschen Bahn die ersten elektrischen Züge auf der Strecke unterwegs sein. (ml/az)

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