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23.06.2009

Bauern wollen Milch zur Chefsache machen

Brüssel/Mindelheim (mz) - Über 3000 Milcherzeuger mit 1000 Treckern haben in Brüssel für höhere Milchpreise demonstriert. Darunter waren auch einige aus dem Unterallgäu. Über 800 Kilometer haben einige europäische Milcherzeuger des European Milk Board (EMB) mit Traktoren zurückgelegt, um in Brüssel ihre Regierungschefs aufzufordern, sich der Milchproblematik endlich ernsthaft anzunehmen. Besonders aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden sind sie gekommen und haben sich vor dem EU-Ratsgebäude versammelt.

"Die Lage am Milchmarkt muss zur Chefsache werden", so die Vizepräsidentin des EMB, Sieta van Keimpema. Die Entwicklungen der vergangenen Jahre hätten schon viele Milchbauern die Existenz gekostet. Die Versorgung der europäischen Bürger mit qualitativ hochwertiger Milch stehe auf dem Spiel.

In einem Brief hatte der Präsident des EMB, Romuald Schaber, die EU-Staats- und Regierungschefs zum Handeln aufgefordert: "Wir bitten Sie, sich bei diesem Treffen für eine sofortige, zeitlich auf das Wirtschaftsjahr 09/10 befristete Stilllegung von fünf Prozent der EU-Milchquoten einzusetzen." Zugleich sollte eine flexible Anwendung der Quotenregelung erfolgen, um so Überschüsse und Marktverwerfungen zu verhindern.

Die Milchmenge am Markt sei viel zu hoch, als dass kostendeckende Preise erzielt werden könnten. Ein kostendeckender Preis müsse über den Markt erzielt werden, mit Hilfe einer flexiblen Mengenregulierung. Dafür setzen sich die europäischen Milchbauern bei ihrer Aktion in Brüssel ein.

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