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Aktion

19.10.2017

Baumeister-Nachwuchs gesucht

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7 Bilder
Der Umgang mit Hammer und Nagel ist nicht so leicht - wie gut, dass für den Notfall die Zange bereitliegt.
Bild: Ulla Gutmann

Wer will fleißige Handwerker seh’n? Der muss in den Kindergarten nach Eppishausen gehen!

Mit Feuereifer waren sie dabei, die Fünf- und Sechsjährigen des Kindergartens St. Michael in Eppishausen: Sie hämmerten, sägten und nagelten. Harry Hammer und Nicki Nagel hatten den Kinder zuvor den Umgang mit den Werkzeugen gezeigt. Die mobile Bildungsinitiative „Baumeister gesucht“ ist bereits im vierten Jahr bayernweit unterwegs mit einer Werkbank, einem Werkzeugkoffer und einem Handbuch, das dann im Kindergarten bleibt.

Tags zuvor hatte das junge Paar vom Institut für innovative Bildungskonzepte München bereits die Erzieherinnen geschult. Werkunterricht soll ab jetzt zum Jahresprogramm im Eppishausener Kindergarten gehören und keine einmalige Aktion bleiben. Handwerkliches Geschick und Konzentration, damit verbunden die Lösungskompetenz bei Problemen, sollen gefördert werden, Kinder schon von Klein auf für handwerkliche Berufe begeistert werden. Finanziert wird das Projekt von den Verbänden der Bayerischen Bauwirtschaft, in Eppishausen übernimmt die Firma Golsner Bau in Zukunft die Patenschaft dafür.

Die Kinder bekamen in Eppishausen einen Helm wie der echte „Bob, der Baumeister“

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Begeistert waren die Kinder bereits zu Beginn: Denn wie der echte „Bob, der Baumeister“ bekam jedes Kind einen gelben Helm aufgesetzt. Nach einem kurzen Theorieteil ging es auch schon an die Werkbank und die Kinder konnten in kleinen Gruppen an vier Stationen mit der Arbeit beginnen.

Am anstrengendsten war das Sägen – auch, wenn das Holz mit einer Schraubzwinge fixiert war, sodass die Kinder beide Hände am Griff halten konnten. An der nächsten Station schlugen die Kinder mit dem Hammer Nägel ins Holz. Wurde ein Nagel schief und krumm, mussten sie ihn mit der Zange in einer „Purzelbaum-Bewegung“, wie Harry Hammer die schwungvolle Drehung erklärte, wieder aus dem Holz ziehen. An einem kleinen Tisch lagen kleine Bausteine, die aussahen wie echte Ziegel und auch so genutzt werden konnten, und bei der vierten Station raspelten die jungen Baumeister Mulden ins Holz.

Erzieherin Christina Riedler half den Kindern ein wenig und lobte die gut strukturierte und kindgerechte Aktion. Am Ende hatten alle Kinder ein kleines Häuschen aus Holz gebaut und stellten es auf einen Ortsplan von Eppishausen. So entstand an diesem Vormittag „Klein-Eppishausen“.

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