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Sanierung

11.09.2014

Baustelle bleibt auch zu Schulbeginn

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Bürgermeister Hermann Lochbronner begutachtet die neue zentrale Lüftungsanlage auf dem Dachboden. Sie sorgt in den Nebenräumen der Schule für gute Luft.

Schmutz und Lärm standen in der Volksschule Kirchheim in den Ferien an der Tagesordnung. Zum Schulstart wird noch einmal groß geputzt – und doch müssen Schüler und Lehrer weiterhin mit Einschränkungen leben

Für Menschen mit Putzfimmel wäre die Grund- und Mittelschule Kirchheim in den Sommerferien nichts gewesen. Fast durch das gesamte Schulhaus zog sich eine dünne Staubschicht, die nur von zahlreichen Fußabdrücken unterbrochen wurde. Schuld daran sind die Durchbrüche in allen Stockwerken. Zwar werden die Etagen der Reihe nach saniert, die Hauptleitungen – also Elektro, Sanitär, Heizung und Lüftung – wurden aber in einem Zug gemacht. Und, keine Angst: Eine Putzfirma sowie die Putzfrauen der Schule sind gerade dabei, die Räume wieder sauber zu zaubern.

Der Keller hingegen bleibt auch nach Schulbeginn noch das, was er bereits ist: „Eine volle Baustelle“, sagt Roswitha Fischer vom Krumbacher Büro „Kling Architekten“, die zusammen mit Thomas Miller das Projekt in Kirchheim betreut. In den Fachräumen im Untergeschoss liegen Leitungen frei und hängen von der Decke, der Putz fehlt und überall stehen die Arbeitsmaterialien der Handwerker herum.

Ist der Keller abgeschlossen – Rektor Anton Sonntag vermutet, dass dies im November so weit sein wird – ziehen die Schüler um und die Sanierung geht im zweiten Obergeschoss weiter. „Das Alte muss funktionieren, das Neue weiterlaufen“, erklären die Verantwortlichen, die sich einmal die Woche zu einer Baustellenbesprechung treffen.

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Der Dachstuhl ist inzwischen fertig und auch die neue zentrale Lüftungsanlage steht bereits auf dem Dachboden. Sie sorgt für angenehmes Klima in den Nebenräumen und hat eine Wärmerückgewinnung von mehr als 90 Prozent, wie Manfred Schwayer vom gleichnamigen Pfaffenhausener Planungsbüro erklärt, das für diesen Bereich zuständig ist. Die insgesamt 1,8 Tonnen schwere und in drei Teile zerlegte Maschine wurde mit einem Kran über eine Luke auf den Dachboden der Schule gehoben. Allein der Wärmetauscher habe ein Gewicht von 1,1 Tonnen, so Schwayer.

Jedes Klassenzimmer bekommt zudem eine eigene Lüftungsanlage, ebenfalls mit Wärmerückgewinnung. „Energetisch ist das eine tolle Sache“, findet Schwayer. Die Anlagen messen zudem den CO2-Gehalt in der Luft und stellen sich entsprechend ein. Stickige Räume dürften damit Schnee von gestern sein.

Das Außengerüst für die Anbringung der 18 Zentimeter dicken Wärmedämmung steht ebenfalls bereits. Zudem werden gerade auf allen Stockwerken der Nordseite neue Fenster eingebaut. Die Fassadenelemente auf der Südseite sind aller Voraussicht nach in den Allerheiligenferien an der Reihe. Wichtig ist allen Verantwortlichen, den laufenden Schulbetrieb so wenig wie möglich zu stören. Deshalb wurden auch alle lärmintensiven Arbeiten auf die Ferien gelegt – wenngleich sich Lärm auf einer Baustelle nie ganz vermeiden lässt.

Wenn die Schüler am 16. September wiederkommen, ist der Haupteingang bereits vorübergehend geschlossen. Sie müssen das Gebäude dann über den Pausenhof und dessen Nebeneingang betreten. Rektor Anton Sonntag hat indessen einige Ferientage in der Schule verbracht: Rund ein bis zweimal in der Woche hat er nach den Bauarbeiten geschaut und die Termine koordiniert. Von dem Staub und Dreck war auch er anfangs geschockt. Doch ansonsten bleibt er auch angesichts der Großbaustelle, die sich wohl noch eine Weile hinzieht, gelassen. Das Ziel rückt schließlich von Tag zu Tag näher: eine helle Schule, in die es nicht mehr reinregnet.

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