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Rammingen

28.08.2018

Baustellenrundgang mit „Opa Bürgermeister“

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„Hier wird später dann das Büro des Bürgermeisters sein“, erklärte Rathauschef Anton Schwele seiner Enkelin Skyla. Noch fehlen im Bürgermeisterbüro ebenso die Möbel wie im neuen Sitzungssaal des Gemeinderates – die sollen aber heute geliefert werden, sodass hier morgen schon über den Gemeindehaushalt beraten werden kann.

Schon am Freitag wird im neuen Ramminger Gemeindehaus zum ersten Mal eine Gemeinderatssitzung stattfinden. Bis dahin muss allerdings noch fleißig gewerkelt werden. Wir durften uns schon mal umsehen.

Stolz schmunzelt Anton Schwele in die Kamera: „Das hier wird das neue Bürgermeister-Büro“, sagt der Ramminger Rathauschef, als er den großen Raum im Erdgeschoß des neuen Ramminger Gemeindehauses betritt. Noch gibt es hier nicht viel zu sehen: Die Möbel werden erst am heutigen Donnerstag geliefert.

Stolz ist Bürgermeister Anton Schwele bei der spontanen Baustellenbesichtigung mit der MZ aber gleich im doppelten Sinn: Weil mit dem Neubau des Gemeindehauses ein lang ersehntes und auch lange Zeit heftig umstrittenes Projekt der Ramminger Kommunalpolitik jetzt unter seiner Regie seiner Fertigstellung entgegengeht. Und stolz ist er auch, weil er seinen kleinen Enkeltochter Skyla die neuen Räume zeigen kann.

Die bisherige Anlaufstelle für die Ramminger ist bald Geschichte

Und da gibt es schon einiges zu sehen: Hell, freundlich und Licht durchflutet empfängt das neue Gemeindehaus seine Besucher. Ein schöner Parkettboden dämpft die Schritte, die Treppen sich breit, der Aufzug groß genug, um auch Besucher mit Gehbehinderung oder Rollstuhl aufnehmen zu können. Dass das komplette Gemeindehaus behindertengerecht gebaut wurde, liegt auch an der künftig geplanten Nutzung: Im Erdgeschoss wartet auf die Ramminger schon ab 1. Oktober die neue Gemeindekanzlei, wo alle Behördengänge erledigt werden können. Die bisherige Anlaufstelle für die Bürger im ehemaligen Rathaus ist dann ebenso Vergangenheit wie die Sitzungen des Ramminger Gemeinderates im engen, alles andere als zeitgemäßen Sitzungssaal des alten Rathauses. Zur Freude von Bürgermeister Anton Schwele habe beim Verkauf des alten Rathauses angesichts der aktuell guten Immobilienpreise auch noch ein durchaus stattlicher Preis erzielt werden können.

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Schon am Freitag werden es sich die zwölf Ramminger Gemeinderäte im neuen Sitzungssaal in den neuen Stühlen gemütlich machen können. Dass um 19.30 Uhr schon ein kleiner Umtrunk stattfinden soll, bei dem alle auf das neue Gemeindehaus anstoßen wollen, tut dem Ernst des Sitzungstermins keinen Abbruch: Immerhin steht bei der öffentlichen Sitzung um 20 Uhr neben der Vorlage der Jahresrechnung 2017 auch gleich die Beratung des Haushaltsplans für das laufende Jahr 2018 an.

Das Projekt in Rammingen wird wohl teurer als zunächst geplant

Und dabei stehen dann gleich wieder die Kosten für das neue Prestige-Objekt Rammingens zur Debatte: Die zunächst geschätzten Gesamtkosten von rund 1,4 Millionen Euro werden wohl nicht ausreichen – bis am Ende alle Wünsche der Ramminger dort verwirklicht sind, werde das Projekt bestimmt um die zwei Millionen Euro kosten, so der Rathauschef. In diesem Jahr sind nochmals 800 000 Euro für die verschiedensten Arbeiten im Haushalt vorgesehen. Für die Einrichtung sind 100 000 Euro kalkuliert. Und auch der Gemeindeplatz soll angegangen werden, 200 000 Euro sind dafür mal im Haushalt eingestellt. Der Rat bestätigte auch nochmals die Einrichtung einer Gemeindebücherei und gab dafür 50 000 Euro frei (MZ berichtete hier: Ramminger bekommen eigene Gemeindebücherei ).

Dennoch werde man vorerst wohl noch keine Schulden aufnehmen müssen, hoffte Schwele. Nächstes Jahr könnte es zu einer kurzzeitigen Darlehensaufnahme kommen. Diese könnte aber 2020 wieder getilgt werden, weil die Gemeinde dann auf den Erlös aus der Lipp-Stiftung zurückgreifen kann.

Mit dem neuen Gemeindehaus bekommen die Ramminger dann bis zur Fertigstellung eine neue Dorfmitte mit Tages-Café, Gemeindebücherei, Rathaus, einer Arztpraxis, Gemeindearchiv und einem Mehrzweckraum für Vereine und Veranstaltungen. Im ersten Stock soll eine Tagesbetreuung für Senioren Platz finden und im Außenbereich ist ein Spielplatz geplant.

Schon in der kommenden Woche werden vermutlich die neuen Spielgeräte für den Spielplatz geliefert, der dann bei gutem Wetter vielleicht noch in diesem Herbst genutzt werden kann.

Im Tages-Café im Erdgeschoss sollen tagsüber Gäste bewirtet werden können – ob täglich oder nur an einigen Tagen in der Woche, das steht laut Schwele noch nicht fest. Für den Rathauschef wäre es jedoch wünschenswert, wenn auch tagsüber in Rammingen ein – zumindest begrenztes – gastronomisches Angebot im „Dorftreff“ angeboten werden könne. Denn die Wirtschaften im Dorf haben eben nur abends geöffnet. Schon jetzt gibt es freilich auch in Rammingen eine Metzgerei und eine Bäckerei, wo sich Hungrige auch tagsüber mit allem Notwendigen eindecken können. Daher werde auch künftig ganz streng darauf geachtet, dass sich für das ortsansässige Gastronomiegewerbe durch den Dorftreff keine „Konkurrenz“ ergebe, so Schwele.

So könnte im „Dorftreff“ bei Bedarf auch Frühstück angeboten werden oder kleinere Veranstaltungen oder Vereinsversammlungen bewirtet werden. Bei größeren Veranstaltungen oder Gesellschaften werde weiterhin die ortsansässige Gastronomie die erste Adresse sein, versichert Schwele.

Nach vielen, manchmal auch schwierigen, Einzelgesprächen sei es tatsächlich gelungen, einen Mediziner aus der Umgebung zu überzeugen, in Rammingen eine Zweigstelle seiner Hausarztpraxis zu eröffnen. Schon beim Bau der Räumlichkeiten seien die Wünsche des Arztes entsprechend berücksichtigt worden, so Schwele.

Um welchen Hausarzt es sich dann handeln wird, wollte der Bürgermeister aber immer noch nicht verraten: „Erst müssen alle Verträge notariell beglaubigt sein“, so Schwele vorsichtig.

Spätestens wenn dann mal das bereits geplante Seniorenheim in der Nachbarschaft fertig gestellt ist, dann werde auch der Bedarf noch um einiges steigen, ist Schwele überzeugt.

Wenn alles klappt, könnte schon im kommenden Jahr von der Gemeinde Rammingen das nächste Bauprojekt angepackt werden: Gemeinsam mit einem Bauträger soll im Westen des Gemeindehauses ein Gebäude mit 15 bis 20 Wohnungen für „Betreutes Wohnen“ errichtet werden.

Schwele schätzt die Investitionssumme derzeit auf „zwei bis drei Millionen Euro“, doch Einzelheiten müssten erst mit den noch anstehenden Entscheidungen im Gemeinderat festgelegt werden.

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