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Architektur

01.04.2015

Baustile aus allen Epochen

Mindelheim gilt inzwischen als Vorbild. Heute informieren sich Stararchitekten bei Weikmann

Die Kreisstadt Mindelheim ist zum Geheimtipp unter Architekten und Städteplanern aus ganz Deutschland geworden. Besonders beeindruckt die Fachleute die architektonische Vielfalt in der Stadt, die noch vor hundertfünfzig Jahren kaum über ihren mittelalterlichen Kern hinausgereicht hat. Der Stadtrat mit Bürgermeister Stephan Winter an der Spitze vereine mutig Baustile sämtlicher Epochen und Regionen aus der ganzen Welt, hat die Bundesarchitektenkammer erst kürzlich festgehalten. Kreative Entwürfe werden grundsätzlich über Bebauungspläne gestellt. Planerische Enge werde in Mindelheim auf vorbildliche Weise überwunden.

Diesem sogenannten Mindelheimer Weg will eine Delegation von deutschen Stararchitekten aus Berlin, München, Hamburg und Frankfurt am heutigen Mittwoch nachspüren. Zehn Top-Planer werden in der Stadt erwartet. Sie wollen sich einen persönlichen Eindruck von der Vielfalt der baulichen Lösungen verschaffen.

Wie die MZ im Vorfeld exklusiv erfahren hat, gilt das besondere Interesse Flachdächern, die benachbarte historische Bausubstanz großartig zur Geltung bringen. Auch die architektonische Auflockerung in Baugebieten mit neobarocken Säulen vor den Eingängen, mit Toskana-Häusern neben schwäbischen Dachformen, kombiniert mit großflächig geplanten Doppelgaragen, hat die Experten neugierig auf die Stadt gemacht.

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Mindelheim gilt auch als Vorreiter im Gewerbe- und Industriebau. Statt funktionale Zweckbauten zu errichten, pflegt Mindelheim seine Skyline. Das hat eine lange Geschichte.

Schon vor Jahren machte sich der Stadtrat noch unter Bürgermeister Erich Meier auf an die Allgäuer Straße. Die Delegation war mit Stangen und Bändern ausgerüstet, um so die Höhe eines Gebäudes nachzuempfinden, das damals entstehen sollte. Dieses Verfahren hatte sich bewährt. Längst ist der Bau, das 30 Meter hohe Planeta-Gebäude, zum Mindelheimer Wahrzeichen geworden.

Nun bekommt dieses Gebäude eine Abrundung auf der anderen Seite der Bahngleise. Heute um 14 Uhr werden die Stararchitekten bei der Agrarhandelsgesellschaft Weikmann erwartet. Dort wollen sie wie weiland die Urväter der Mindelheimer Stadtplanung mit 22 Meter langen Stangen nachempfinden, wie das geplante Lagersilo auf die Nachbarschaft wirken wird.

Firmenchef Otto Weikmann hofft, dass das Wetter an diesem 1. April trocken bleibt. Er hat für alle Gäste ein großes Buffet mit Kaffee und Kuchen vorbereitet. Willkommen sind insbesondere auch jene Nachbarn, die jüngst an der partiellen Sonnenfinsternis ihre besondere Freude hatten. (jsto)

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