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Mindelheim

08.03.2018

Begeistert von Kreativität und Kunstfertigkeit

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4 Bilder
Die stolze Siegerin: Céline Ibounig mit ihrem Werk „Playing with fire“. Es ist erst das dritte Bild, dass Céline auf Leinwand gemalt hat.
Bild: tisch

Bei der Verleihung des Mindelheimer Jugend-Kunstpreises gab es viel Lob für die Teilnehmer

Bereits zum zweiten Mal nach 2015 wurde jetzt der Jugend-Kunstpreis der Kunststiftung Erich Schmid in Kooperation mit der „Bürgerstiftung - Mindelheim hilft sich selbst“, dem Kunstverein Mindelheim und der Stadt Mindelheim verliehen. Die Übergabe der Preise fand im Rathaus statt, wo auch die Werke der Preisträger zu sehen sind. Für die wunderschöne musikalische Umrahmung sorgte an diesem Abend das Querflötentrio der Städtischen Sing- und Musikschule Mindelheim mit Janine Unglert, Johanna Loos und Katharina Klein.

Sowohl Bürgermeister Stefan Winter, als auch Franz Epple, der in die Ausstellung einführte und einzelne Werke vorstellte, als auch Erich Schmidt lobten den Mut und die Begeisterung, mit der die Jugendlichen sich für den Wettbewerb engagiert haben und dankten gleichzeitig den Kunsterziehern an den Schulen, die das ermöglicht haben.

Es bereite jedes Mal wieder Freude, wenn das Rathaus neue Kunst an die Wände erhalte, so Winter, vor allem, weil auch Menschen den Weg ins Rathaus finden, die sonst eher nicht vorbeikommen. Epple, der neben Kulturamtsleiter Christian Schedler, Gundula Pawlenka, Gabriele Ritter und Erich Schmidt der Jury angehörte, war ebenfalls sehr angetan von den Arbeiten, lobte die Fantasie und Kreativität und auch die Kunstfertigkeit.

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Schwierige Technik und schwieriges Thema

Lukas Stolte aus Tussenhausen etwa sei mit seinen Arbeiten aufgefallen, habe er sich doch mit der schwierigen Technik der Druckgrafik auch noch einem anspruchsvollen Thema gewidmet: Dantes göttliche Komödie. Seine Bilder von Tieren mit Schriftpassagen, die in dieser Technik spiegelverkehrt auf eine Kupferplatte aufgetragen werden mussten, bevor sie lesbar auf das Bild gedruckt werden konnten, seien ein Beleg für die ungebrochene Schaffensfreude. Die Jury hat Stoltes Arbeiten mit dem zweiten Platz bedacht, der außerdem mit einem Ateliertag bei der Künstlerin Beatrice Amstadt-Müller verbunden ist.

Den vierten Platz belegte Eva Vogel aus Breitenbrunn mit ihrer Arbeit „Pataloon“, ein großformatiges und farbintensives Bild. Vogel freute sich sehr über ihre Auszeichnung. Seit sie einen Stift halten kann, malt sie bereits, unzählige Bilder hätten sich da schon angesammelt. Gemeinsam mit Milena Düringer aus Bad Wörishofen, die für ihr Porträt „Negro y Blanco“ den dritten Platz erzielte, darf sie sich neben dem Geldpreis auch über einen Ateliertag bei der Wörishofer Künstlerin Isolde Egger freuen.

Viele Stunden investiert

Den ersten Platz belegte Céline Ibounig aus Mindelheim, deren Bild „Playing with fire“ die Jury wie die Besucher gleichermaßen begeisterte. Ibounig hat noch nicht viele Leinwandbilder gemalt, das ausgezeichnete Bild war erst ihr drittes. Viele Stunden hat sie investiert, sich gar eine ganze Nacht mit dem Bild auseinandergesetzt und ja, die Kunst wird sie weiter begleiten. Wie sie auf das Bildthema gekommen sei weiß sie gar nicht so recht. „Ich wollte eine Frau malen und gern etwas Fantasievolles“, erklärt sie lachend und freute sich über das große Lob, das sie nicht zuletzt von Franz Epple bekommen hat. Das Bild zeigt nicht einfach eine Frau mit unfassbar schönem Gesicht und beinahe durchscheinender Haut. Aus den Haaren wachsen Blumen und auf ihrer Hand sitzt ein kleiner Drache, der ihr in die Augen blickt und seinen langen Schwanz um ihren Unterarm geschlängelt hat. In dem Blick der beiden entwickelt sich ein hohes Maß an Spannung, der Drache, der ein wenig zurückweicht, das Gesicht der Frau, das ihn beherrscht und dennoch: es wirkt freundschaftlich vertraut zwischen den beiden. Das Bild zierte auch den Flyer.

Sonderpreis für eine Skulptur

Zum ersten Mal hat die Jury in diesem Jahr auch einen Sonderpreis vergeben: Für Bildhauerei an Simon Niedermaier aus Buchloe mit seiner Holzskulptur „Verschlafen“.

Bleibt zu hoffen, dass der Kunstpreis weiter bestehen bleibt und weiterhin so viele Jugendliche motiviert und ihnen gleichzeitig auch erste Wege zu Ausstellungen ermöglicht.

Ausstellung im Rathaus

Bis zum 16. März kann die Ausstellung währende Öffnungszeiten des Mindelheimer Rathauses von Montag bis Freitag von 8 bis 12. 30 Uhr und donnerstags von 8 bis 18 Uhr besucht werden.

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