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Bad Wörishofen

09.10.2020

Beherbergungsverbot trifft die Bad Wörishofer Hoteliers

Wer in einem Corona-Risikogebiet lebt, darf in Bayern nun nur noch mit negativem Corona-Test Urlaub machen.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Was Bad Wörishofens Verbandssprecher Hubertus Holzbock und Kurdirektorin Petra Nocker zu der Corona-Entscheidung sagen.

Erneut hat Bayern ein Beherbergungsverbot für Touristen aus Corona-Riskogebieten erlassen. Das trifft auch Bad Wörishofen, wo weit mehr als 100 Hotels um Gäste werben.

Seit Donnerstag gilt das Beherbergungsverbot in Bayern für Reisende aus vier Berliner Bezirken (Mitte, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg), aus Bremen sowie aus den Städten Hamm und Remscheid in Nordrhein-Westfalen. Wer aus einem dieser innerdeutschen Corona-Hotspots einreist und einen negativen Corona-Test vorweisen kann, ist aber auch weiterhin in bayerischen Hotels willkommen.

Hubertus Holzbock aus Bad Wörishofen sagt dazu, er wolle eine offizielle Mitteilung der Staatsregierung abwarten. „Ich lasse mich da nicht verrückt machen“, sagt der Kreisvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes. Holzbock betreibt selbst das Luxushotel Fontenay in Bad Wörishofen. Mit seinen Kollegen in Bad Wörishofen habe er sich über das Thema Beherbergungsverbot noch nicht ausgetauscht, sagt Holzbock am Donnerstag. „Wir sind sehr beschäftigt, wir wollen unsere Gäste zufriedenstellen“, so Holzbock. Man habe im Fontenay ein eigenes Hygienekonzept zum Schutz vor einer Corona-Infektion. „Damit sind alle zufrieden“, berichtet Holzbock.

"Es ist so, wie Herr Holzblock es sagt", erklärt Kurdirektorin Petra Nocker. "Wir gehen davon aus, dass unsere Verbände heute noch genauere Informationen senden", hofft Nocker. Man werde dann beim nächsten Treffen mit den Vermietern am kommenden Montag über die Folgen sprechen.

So rechtfertigt Ministerpräsident Markus Söder das Beherbergungsverbot

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nannte das Beherbergungsverbot angesichts steigender Corona-Infektionszahlen derweil ein wichtiges Instrument der Sicherheit für die Gäste, aber auch für die Tourismusbranche. Wer in Bayern urlauben will, könne sich testen lassen. „Jeder, der bei uns einen schnellen Test braucht, der bekommt ihn auch“, sagte Söder laut Deutsche Presse-Agentur. Der Ministerpräsident kündigte an, zweimal pro Woche die Einstufungen der Risikogebiete prüfen zu wollen. Als Risikogebiet gelten Städte und Regionen mit 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Dieser Marke näherte sich am Donnerstag auch der Landkreis Unterallgäu, dessen größte Stadt Bad Wörishofen ist. Die 7-Tage-Inzidenz lag bei 44,72. (mit dpa)

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