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Naturschutz

01.12.2014

Besonderer Schutz für Muschel und Libelle im Unterallgäu

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Im Unterallgäu gibt es sie noch, die Bachmuschel. Doch ihr Bestand ist gefährdet und deswegen muss auch diese unscheinbare Art geschützt werden.

Landschaftspflegeverband bekommt vom Umweltministerium 250 000 Euro für den Erhalt zweier Arten

Mit insgesamt 2,75 Millionen Euro fördert der Bayerische Naturschutzfonds zehn Projekte für den Erhalt der biologischen Vielfalt in Bayern. 250 000 Euro gehen jetzt ins Unterallgäu, um Libellen wie die Helm-Azurjungfer und die Bachmuschel zu schützen.

Der Stiftungsrat unter Vorsitz des ehemaligen Bayerischen Umweltministers Dr. Marcel Huber genehmigte im Sommer den Antrag des Landschaftspflegeverbandes Unterallgäu sowie des Bundes Naturschutz in Bayern auf Finanzierung ihres Projektvorschlags. Seit wenigen Tagen erfolgt nun die Arbeit vor Ort. Bachmuscheln und Libellen wie die Helm-Azurjungfer stehen im Zentrum des geförderten Biodiversitätsprojekts zum Erhalt der Artenvielfalt im Unterallgäu.

Die Bachmuschelvorkommen des Unterallgäus werden als landesweit und überregional bedeutsam eingestuft. Die Helm-Azurjungfer-Biotope im Landkreis stellen eine wichtige Brücke zwischen den Primärlebensräumen der Voralpen und den Restpopulationen im Donautal dar. Beide Arten sind vom Aussterben bedroht und deshalb streng geschützt. Eine wichtige Rolle für den Schutz der Arten spielt der Abstand von Intensivkulturen zum Gewässerrand, weshalb die Einrichtung von Schutzzonen entlang der Vorkommen dieser Tiere erfolgversprechend ist.

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Die Fördermittel sind für Projektmanagement, Flächenankauf, Suche nach weiteren Vorkommen und Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen. Durch geeignetes Flächenmanagement und Pflegemaßnahmen auf Ufergrundstücken sollen die Lebensräume für diese Arten verbessert werden. Neben der Koordination dieser Maßnahmen ist die Vernetzung mit Gemeinden, Behörden, Grundstücksbesitzern und Naturschutzverbänden sowie Vertretern aus Landwirtschaft und Fischerei ein weiteres Projektziel. Mit allen Beteiligten sollen gemeinsame Lösungen erarbeitet werden, die durch allseitige Akzeptanz dauerhaft gefestigt sind.

Die Bachmuschel stand bereits seit 2009 im Fokus eines Biodiversitätsprojektes unter der Trägerschaft des Bundes Naturschutz, das durch die Regierung von Schwaben gefördert wurde. Das neue Projekt knüpft nun nahtlos an. (mz)

Nähere Informationen zum Projekt gibt es in der Geschäftsstelle des Landschaftspflegeverbandes, Hallstattstraße 1, 87719 Mindelheim, Tel. 08261/759005, Fax 08261/759004,

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