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Sicherheit

10.11.2017

Bevor ein Streit eskaliert

Zu einer Geiselnahme kam es am Montag in Pfaffenhofen.
Bild: Balk/dpa

Wo Entscheidungen fallen, kann es Ärger geben. Wie Ämter Situationen entschärfen

Aufatmen im oberbayerischen Pfaffenhofen, wo kürzlich ein 28-Jähriger eine Sachbearbeiterin im Jugendamt stundenlang mit einem Messer bedroht hat: Die Geiselnahme, vermutlich wegen eines Sorgerechtsstreits, ging glimpflich aus.

„Schwierige Situationen können im Kundenkontakt vor allem dann entstehen, wenn es um existenzielle oder emotionale Themen geht“, sagt Sylvia Rustler, Pressesprecherin am Landratsamt Unterallgäu. Auch in den hiesigen Amtsräumen komme es bisweilen zu heftigen verbalen Auseinandersetzungen und Beleidigungen gegenüber dem Personal. Auch gebe es Fälle, in denen sich Besucher weigern, die Büroräume oder das Gebäude zu verlassen. „In den meisten Fällen gelingt es unseren Mitarbeitern, die Lage in den Griff zu bekommen“, sagt Rustler. Auf die Polizei sei man nur selten angewiesen.

Das liegt auch daran, dass das Personal durch spezielle Seminare regelmäßig auf Konfliktsituationen vorbereitet wird. So gab es im vergangenen Jahr ein Deeskalationsseminar, in dem den Mitarbeitern Techniken zur Entschärfung eines Streitgesprächs vermittelt wurden. Darin lernten die Teilnehmer, wie eine angespannte Lage beruhigt werden kann. Ergänzend habe es Seminare zur Konfliktkompetenz und ein Sicherheitstraining mit der Polizei gegeben. Demnächst ist Rustler zufolge eine Schulung zum Umgang mit Panik und Aggression vorgesehen.

Des Weiteren wurden für den Ausnahmefall wie in Pfaffenhofen Beratungsgespräche mit der Polizei geführt. „Wir wollen die Mitarbeiter bestmöglich schützen, uns aber nicht abschotten. Das Landratsamt soll ein bürgernahes, offenes Haus sein“, sagt Rustler. (jmr-)

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