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20.07.2010

Beweglichkeit im Berufsleben ist entscheidend

Bad Wörishofen Ernst Schönhaar, der Leiter der Hotelfachschule Bad Wörishofen, stellte zum Schluss einige nachdenkliche Fragen: "Haben Sie für die Zukunft genug Wissen für alle Problemsituationen in ihrem künftigen Arbeitsbereich erworben?" oder "Verfügen Sie über ausreichend Lösungen für alle künftigen Entscheidungssituationen?" Adressiert waren sie an die Absolventen auf ihrer Abschlussfeier im Forum in Mindelheim. An diesem Abend feierten sie gemeinsam ihren Erfolg in festlichem Rahmen. Schulsprecher und Organisator Sebastian Stürzl begrüßte dort die Gäste.

Schönhaar sagte den "frisch gebackenen Hotelbetriebswirten: "Es ist schön, wenn man einen Abschluss gemeinsam feiern kann." Es sei ein Jahrgang gewesen, der auch ein Stück Experiment nach der Fächerumgestaltung des Bundesministeriums gewesen sei. Die Schüler konnten ihr Abschlussprüfungsfach selbst wählen.

Von den 41 Hotelfachschülern und zwei externen Bewerbern haben 35 Prüflinge bestanden. Darüber hinaus erhielten sieben von ihnen den Meisterpreis. Neun wurden mit der Urkunde der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Hotelfachschulen ausgezeichnet, 23 erhielten die Ehrenurkunde des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (bis Notendurchschnitt 2,5), 12 Absolventen erreichten die allgemeine Fachhochschulreife und 15 die fachgebundene Fachhochschulreife. Das, so Schönhaar, sei eine enorme Leistung.

Außerdem wies er darauf hin, dass die Hotelfachschule Bad Wörishofen im Herbst dieses Jahres ihr 20-jähriges Bestehen feiern könne. Er zitierte den Zukunfts- und Trendforscher Matthias Horx, der zum Thema Arbeit Folgendes sagte: "Die Ära des Arbeitsplatzes neigt sich dem Ende zu. 'Platz' sagt man im 21. Jahrhundert zu seinem Hund, aber nicht mehr zur Arbeit. Denn Arbeit wird in vielen Dimensionen 'flüssig', sie erhebt sich von den Plätzen." Die Arbeit sei im 21. Jahrhundert jene wunderbar soziale, kreative, anstrengende Tätigkeit, für die wir obendrein auch noch Geld bekämen. Er fragte, ob man wisse, wie der Beruf in 15 Jahren heißen würde. Wenn man das bejahen könne, sei das in Zukunft ein schlechtes Zeichen für eine erfolgreiche Karriere. Schönhaar meinte: "Man muss nicht alles glauben, was er sagt. Es gibt uns einen gewissen Blick in die Zukunft." Er gab den jungen Betriebwirten mit auf den Weg: "Die Beweglichkeit ist ganz entscheidend für Ihr Vorankommen."

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Zweiter Bürgermeister Josef Fischer betonte: "Sie sind junge Leute, die strebsam sind und die man nicht antreiben muss. Ich möchte euch wünschen, dass ihr immer zur rechten Zeit am rechten Ort seid und dass ihr echte Freunde und Geduld habt. Und dass ihr eure Eltern nicht vergesst."

Besondere Auszeichnungen für die Besten

Mit den Klassenlehrern Ursula Stodollik und Karl Döß freuten sich die drei Besten über ihre herausragenden Leistungen: Jochen Ebert mit einem glänzenden Notendurchschnitt von 1,04; Carina Häge erreichte stolze 1,38 und Nathalie Fischer 1,39. Außerdem erhielten sie den Staatspreis zusammen mit Carina Gerstlauer (1,52), Elisabeth Lang (1,65), Nicole Frank (1,71) und Mandy Barnack (1,74). Ebenfalls bekamen sie, wie auch Rainer Ehrlich und Maria Petzold (jeweils 1,86), eine Urkunde der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Hotelfachschulen.

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