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28.07.2010

Biogasanlage in Schönbrunn in nächster Runde

Türkheim Die geplante Erweiterung der Biogasanlage bei Gut Schönbrunn nimmt immer konkretere Formen an. In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat Türkheim den Plänen zu, dass neben der bestehenden Anlage ein Nebenlager entstehen soll, über das Gas in die dort verlaufende Überland-Gasleitung direkt eingespeist werden soll. Auch soll die bislang ungenutzte Abwärme der Altanlage genutzt werden.

Flächen werden keine gepachtet, die Landwirte bauen an und liefern zu. Das Material soll von Landwirten aus der Region im Umkreis von zehn Kilometern kommen, die sich mit der Betreiberin, Claudia Mayer vom Gut Schönbrunn selbst, verbunden haben und sich an der Anlage beteiligen wollen. Als Ausgleichsfläche für die vier Hektar große Anlage soll ein Hektar an Grünflächen dazukommen. Generell liege die Anlage sehr günstig, sagte Gerhard Abt, Architekt und Planer: "Sie ist umgeben vom Naturpark westliche Wälder, der als grüne Wand fungiert."

Weniger optimistisch zeigte sich wie schon im November 2009, als das Projekt das erste Mal im Rat zur Sprache kam, Roswitha Siegert ( CSU). "Ich habe den Verdacht, dass hier die Pachtpreise steigen sollen." Eben das werde die Milchbauern in der Region, die auf zusätzliche Pachtflächen angewiesen sind, hart treffen. Unterstützung bekam sie von Josef Vogel (FW), der mit dem Aufkommen der Anlage eine aus Mais bestehende Monokultur befürchtet. Dessen Fraktionsvorsitzender Franz Haugg vertrat eine andere Meinung: Mit dieser Anlage habe man einen Standortvorteil, zudem werde die bestehende Anlage ökologisch sinnvoller genutzt, weil die Abgaswärme sinnvoll verwendet werde. Letztlich waren die meisten Räte auf dieser Seite: Mit 12:4 Stimmen stimmten sie dafür, dem Projekt die Zustimmung zu erteilen.

Zustimmung auch für Solarpark Mautz

Bei der Freiflächen-Fotovoltaikanlage, die auf dem 3,6 Hektar großen Grundstück von Georg Mautz errichtet werden soll, wurden in der vergangenen Sitzung die Einwände der Regierung von Schwaben behandelt. Der Hinweis der Behörde: Die Solaranlagen sollen an bestehende Siedlungsflächen anschließen - im Falle des aktuell behandelten Solarparks sei das nur bedingt der Fall. Die Forderung der Regierung: Die nächste Freiflächenanlage müsse auf einem Gebäude errichtet werden, für dieses Mal ordnete die Regierung eine Flächen-Untersuchung an, die aber letztlich positiv für den Solarpark ausfiel - genau wie das Votum des Gemeinderates, der sich einstimmig für eine Zustimmung bezüglich der Solarparkpläne entschied. (eisl)

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