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Jahreskonzert 1

02.04.2015

Blasmusikklänge, die zu Herzen gehen

Nicht nur die Hörner und Klarinetten sorgten in Hasberg für Wohlklang. Auch die anderen Register der Kapelle konnten sich beim Jahreskonzert sehr wohl hören lassen.
Bild: sid

Hasberger Musiker erfreuen mit Polkas und Märschen

Frisch, fröhlich und sehr unterhaltsam war der „Abend der Blasmusik“ vom Musikverein Hasberg. Beim Jahreskonzert im Bürger- und Vereinsheim mit der besonderen Note für traditionelle und neue Blasmusikliteratur kamen die sehr zahlreichen Gäste voll auf ihre Kosten.

Die drei Vorsitzenden Gabriele Strobel, Stefanie Ott und Martin Lochbrunner hatten keine Mühen gescheut, eine herzliche Stimmung zu verbreiten. Das ausgesuchte Programm des singenden Dirigenten Manfred Rogg trug ganz gewiss dazu bei. Gemeinsam mit Tubistin Manuela Zellhuber sang er etliche zu Herzen gehende Polkas.

In „Das böhmische Märchen“ von Franz Watz heißt es: „Das böhmische Märchen“ erzählt man, wie Wenzel, der Sänger, ein Mädchen erfreut. „Er traf sie beim Jagen, da sang er ihr vor. Sie spürte, wie dabei ihr Herz sie verlor.“ Nun, die Gäste verloren nicht nur an dieses Lied ihre Herzen. Sie erlebten auch „Eine stille Stunde“ mit der Komposition von Ernst Mosch, in dem es heißt: „Wenn ich einsam bin, träum ich gern so vor mich hin. Meine ferne Heimat hab ich dann im Sinn.“

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Die Heimat der Hasberger Musiker war es schließlich, in die alle zurückkehrten. Sie hatten alle „Zeit für uns“ (Norbert Gälle), Zeit zuzuhören und zu genießen, ob vom „Traum der Marketenderin“ von Erwin Zsaitsits oder der „Musikantensehnsucht“ von Guido Henn. Alle genossen diesen Tag, besonders mit dem Konzertmarsch „Carpe Diem“ von Alexander Pfluger.

Fünfzehn Werke kamen zu Gehör, darunter alleine drei Märsche, zwei Walzer und zehn Polkas, gesungen und instrumental sehr gut interpretiert. Doch dieser Abend bot noch ein besonderes Bonbon. Die Gäste konnten aus den dargebotenen Stücken ihre drei Lieblinge auswählen, die am Ende noch einmal zu hören waren.

Auf den ersten Platz kam die „Bodensee-Polka“ von Alexander Pfluger. Sie ließ den Bodensee mit seinen umliegenden Bergen vor dem geistigen Auge erstehen. Waren das Alphörner (Tenor- und Baritonhörner), die von Berg zu Berg grüßten? Das Echo der Trompeten und Flügelhörner ließ nicht lange auf sich warten, bis schließlich die anderen Register einfielen und eine wohlproportionierte Dosis Heimatgefühl erklang.

Die Schlagzeuger Martin Lochbrunner und der erst 13-jährige Simon Rogg brachten den Rhythmus voll zum Tragen. Es war ein perfektes Zusammenspiel und eine Freude, zuzuhören.

Für launige Moderation und informative Übergänge sorgten Anna und Maria Ott.

Lob gab es auch von Andreas Schuster, Chef des ASM-Bezirks 10. Er freute sich, dass der Musikverein Hasberg nach langem Zögern auch in diesem Jahr bei den Wertungsspielen beim Bezirksmusikfest in Bad Wörishofen antreten wird.

Die Musikstücke stehen schon fest. Die Besucher können sich auf ein „Blasvergnügen“ (Roland Kohler) und den Marsch „Abel Tasman“ von Alexander Pfluger freuen. Mit diesem Marsch entließen die Musikanten dann auch die heftig Beifall klatschenden Gäste in den stürmischen Frühlingsabend.

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