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Festgottesdienst

29.05.2018

Bubenstreiche verhelfen einem Kirchlein zu neuem Glanz

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Nach neun Monaten Bauzeit ist die Eichet-Kapelle in Mindelheim so gut wie neu. Das kleine Kirchlein wurde außen und innen saniert und jetzt feierlich eingeweiht.

Die Mindelheimer Eichet-Kapelle konnte dank einer großen Spende aufwendig saniert werden

„Viele Kirchen und Kapellen werden heutzutage geschlossen, da macht Mindelheim mit der Wiedereröffnung der sanierten Kapelle „Maria Schnee“ im Eichet eine rühmliche Ausnahme“, freute sich Fritz Riebel. Der 90-jährige Bauunternehmer hat die Renovierung mit einer großen Spende unterstützt. Die Rede ist von etwa 200000 Euro.

Neuen Monate wurde gebaut

Dafür dankte auch Dekan Andreas Straub, der nach einer Bauzeit  von neun Monaten in der Eichetkapelle wieder einen festlichen Gottesdienst feierte und in seiner Predigt deutlich machte: „Jede Kircche ist ein Fingerzeig nach oben, ein Verweis auf die Größe Gottes.“

Zur Einweihung der Eichetkapelle, die von der Stadtkapelle musikalisch begleitet wurde, hatten sich Gläubige, Ehrengäste und Handwerker in großer Zahl eingefunden. Ihnen erzählte Fritz Riebel, warum er für das kleine Gotteshaus im Eichet die Spendierhose angezogen hat. Mit seinem Bruder Franz Xaver, so Riebel, habe er früher öfter dort Zuflucht gesucht, um um Vergebung für Lausbubenstreiche zu bitten. „Damals haben wir gelobt, bei einer Erneuerung oder Verschönerung der Kapelle mitzuwirken.“ Die Motivation der Riebel-Brüder ist sowohl auf einer Gedenktafel als auch in einem Kirchenführer festgehalten, der nach dem Gottesdienst verteilt wurde.

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Neoromanischer Neubau

Die wichtigsten Kapitel in der Geschichte der Eichetkapelle – von der kleinen Holzkirche bis zum neoromanischen Neubau – schlug Ingo Gebauer auf. Der Architekt erläuterte die Abschnitte der Kapellen-Restaurierung und die Sanierung des Dachstuhls.

Nach der Messe waren die Zahlreichen Gottesdienstbesucher zu Umtrunk und Imbiss auf den Hof des Mesnerehepaares Christa und Georg Lächler eingeladen. Ihnen sagte die stellvertretende Kirchenpflegerin Marlies Wagner für ihr Engagement ein herzliches Dankeschön, bevor die Feier als sommerliches Gartenfest ausklang.

Ein eingewachsenes Gnadenbild

Die Errichtung der Kapelle im Eichet geht auf einen Fund von 1803 zurück. Damals wurde ein in eine Eiche eingewachsenes Bild entdeckt, das dem Gemälde „Salus populi Romani“ in der Kircher Santa Maria Maggiore in Rom sehr ähnlich sah und im Volksmund „Maria Schnee“ genannt wird. Das historische Gnadenbild auf dem Altar lädt auch nach über 200 Jahren zu Andacht und Gebet ein.

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