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Mysteriöse Spende

31.10.2019

Bürgerin spendet 1265 Euro an Gemeinde – nun gibt es Nachahmer

In Markt Wald im Landkreis Unterallgäu hat eine Bürgerin 1265 Euro an die Gemeinde überweisen - und damit für Verwirrung gesorgt.
Bild: Alexander Kaya

Eine Frau aus Markt Wald hat "ihre" Schulden bei der Gemeinde bezahlt. Das machte bayernweit Schlagzeilen und fand nun Nachahmer.

Na also! Nun hat das Beispiel der Bürgerin, die der Gemeinde Markt Wald (Landkreis Unterallgäu) wie berichtet unter dem Betreff "PKVSD" kommentarlos ihre Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 1265 Euro überwiesen hat, tatsächlich – und wie vielleicht von manchem Bürgermeister erhofft – Nachahmer gefunden. Zwar bislang nicht in der 2500-Einwohner-Gemeinde, dafür aber im Bayerischen Wald.

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Nachdem die kuriose Überweisung bayernweit Schlagzeilen gemacht hatte, meldeten sich auch in der Gemeinde Mauth im Landkreis Freyung-Grafenau zwei Bürger, die bei der Gemeinde ihre Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von rund 700 Euro begleichen wollten. Die Verwaltung dort stand jedoch vor dem gleichen Problem wie die Markt Walder – wie nur sollte sie den Betrag verbuchen? – und fragten deshalb im Unterallgäu nach, ob hier inzwischen eine Lösung gefunden sei.

Bürger ziehen Spende doch wieder zurück

Dort konnte man weitergeben, dass die Überweisung – die Zustimmung des Gemeinderates vorausgesetzt – als "spendenähnliche Zuweisung" verbucht werden darf. Was die Markt Walder auch getan haben. Sicherheitshalber hatte sich die Gemeinde zusätzlich bei der Wohltäterin erkundigt, ob das auch in ihrem Sinne ist, was sie nun bestätigt hat. In ihrer Antwort betonte sie außerdem, dass sie das Geld "bedingungslos" zur Verfügung stelle.

In Mauth dagegen haben die beiden Bürger ihr großzügiges Angebot zwischenzeitlich wieder zurückgezogen. Laut Bürgermeister Ernst Kandlbinder hätten sie sich nach einem Gespräch dafür entschieden, das Geld direkt an Vereine im Ort zu spenden. Ein Engagement, dass der Rathauschef gleichwohl zu schätzen weiß. "Das passt so auch", findet er. Schließlich komme die Förderung der Vereine letztlich ja auch wieder der Gemeinde zugute, die so arm ja glücklicherweise auch wieder nicht sei.

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