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Tussenhausen

17.01.2020

Bürgermeister-Wahl: Ein zweiter Kandidat war das Ziel

Edgar Putz ist der Gegenkandidat von ...
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Edgar Putz ist der Gegenkandidat von ...

Plus Eine Gruppe aus Zaisertshofen nimmt den Tussenhausener Bürgermeister-Kandidat Edgar Putz in Schutz. Auch er selbst äußerte sich dazu.

Zwei Gemeinderäte aus Zaiertshofen und zwei weitere Bürger aus diesem Ortsteil von Tussenhausen haben in einer Erklärung an diese Zeitung Bürgermeisterkandidat Edgar Putz in Schutz genommen.

Gerhard Groos, Josef Hofmann, Bernd Linke und Hermann Steinle haben versichert, der von ihnen favorisierte Bürgermeisterkandidat sei nicht in den Antrag im Gemeinderat eingebunden gewesen, den Rathauschef künftig nur noch ehrenamtlich einzustufen. (Mehr über die ganze Aktion erfahren Sie hier: So soll Tussenhausens Bürgermeister Ruf gestürzt werden - und hier: Sondersitzung: Bürgermeisteramt wird nicht zum Nebenjob)

Edgar Putz war über den Antrag zum Haupt- und Nebenamt nicht informiert

„Über den Antrag, das Bürgermeisteramt in Tussenhausen künftig ehrenamtlich, statt wie bisher hauptamtlich auszuführen, war Herr Putz nicht informiert“, heißt es in dem Schreiben, das fast fünf Wochen nach der Nominierung von Putz einging. Der Antrag sei auch nicht „Gesprächsgegenstand“ gewesen. „Insoweit kam es zu einer unglücklichen Überschneidung der Ereignisse“. Putz habe selbst erst am Tag nach der Nominierung über die Mindelheimer Zeitung von diesem Antrag Kenntnis erlangt. Edgar Putz äußerte sich gegenüber der MZ im gleichen Sinne. Er sprach sogar davon, dies sei „keine Sternstunde der Kommunalpolitik“ gewesen. (Unser Kommentar zu diesem Thema: Tussenhausener Intrigantenstadel)

Bürgermeister-Wahl: Ein zweiter Kandidat war das Ziel

Ausschlaggebend für den Antrag sei gewesen, eine größere Auswahl an Kandidaten aus dem Markt Tussenhausen zu gewinnen, schrieben die vier Zaisertshofener. Diesen Antrag hatten die vier Marktgemeinderäte, Karl Riegg, Alois Baur, Bernd Linke und Gerhard Groos formuliert und eingebracht. Nachdem Putz in Zaisertshofen nominiert worden war, zogen sie diesen wieder zurück. Das war aber aus rechtlichen Gründen nicht mehr möglich.

Was in der Sondersitzung des Tussenhausener Marktrats passierte

Deshalb wurde er auf einer Sondersitzung zu ungewöhnlicher Stunde am Sonntagabend, 15. Dezember, behandelt und mehrheitlich abgelehnt. In Tussenhausen bleibt es also auch in der kommenden Wahlperiode bei einem hauptamtlichen Bürgermeister.

Dass der Kandidat völlig überraschend in Zaisertshofen präsentiert worden sei, dem widersprechen die vier Autoren. Obwohl bis zuletzt nicht klar gewesen sei, ob ein weiterer Kandidat für das Bürgermeisteramt zur Verfügung stehen wird, „stand die Vorwarnung für einen Gegenkandidaten im Raum“.

Auch Johannes Ruf wurde einst für viele unerwartet nominiert

Die überraschende Kandidatur von Edgar Putz weise Parallelen zur Nominierung des heutigen Amtsinhabers Johannes Ruf vor zwölf Jahren auf. Auch dieser sei seinerzeit, für viele unerwartet, nominiert worden. Edgar Putz habe nach der Nominierungsversammlung in Zaisertshofen dem Amtsinhaber telefonisch die vorausgegangenen Geschehnisse dargelegt, sowie den Wunsch nach einem sachlich geführten Wahlkampf geäußert. (mz)

So ging es nach der Nominierung von Edgar Putz weiter:

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