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Tussenhausen

21.01.2020

Bürgermeister-Wahl: Johannes Ruf nimmt zweiten Anlauf

Johannes Ruf

Plus Nach einer ungültigen Nominierung musste die Wählergemeinschaft Tussenhausen erneut einen Kandidaten bestimmen. Das kam dabei heraus.

Die Wählergemeinschaft Tussenhausen hat am Sonntag zum zweiten Mal einen Bürgermeister-Kandidaten nominiert. Wie berichtet, wurde bei der ersten Versammlung der amtierende Bürgermeister Johannes Ruf mit 116 zu 23 Stimmen gewählt, doch ein Formfehler machte die Wahl zunächst ungültig. (Hier geht es zum Artikel: Nominierung von Bürgermeister Ruf in Tussenhausen ungültig)

Der zweite Anlauf brachte nun aber fast das gleiche Ergebnis: 116 Stimmen für Ruf, 22 für seinen Herausforderer Edgar Putz. Damit wird Ruf nun von zwei Listen unterstützt. Turbulent geht es im Kommunalwahlkampf in Tussenhausen samt Ortsteilen zu. Zunächst fiel der amtierende Bürgermeister Johannes Ruf bei der Nominierungsversammlung in seinem eigenen Ortsteil Zaisertshofen durch, dann nominierte die Wählergemeinschaft Tussenhausen Ruf. Auch Mattsies entschied sich für ihn.

Ein fehlendes Wort führte dazu, dass die Nominierungsversammlung wiederholt werden musste

Warum es nun zu einer Wiederholung kommen musste, machte Versammlungsleiter Christian Holzmann deutlich. Bei der öffentlichen Ladung sei nur die Wahl der Gemeinderatskandidaten der Wählergemeinschaft Tussenhausen angekündigt worden, nicht aber die Wahl eines Bürgermeisterkandidaten. Bereits einen Tag nach er Versammlung sei ein Bürger sowohl bei der örtlichen Wahlleiterin als auch im Landratsamt vorstellig geworden. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt sei man zu dem Ergebnis gekommen, die Wahl für den Bürgermeisterkandidaten zu wiederholen. „Es ging um ein Wort“, meinte Holzmann achselzuckend. Um eine Anfechtung der Wahl zu verhindern, hätten sich die Verantwortlichen zu einer Wiederholung entschlossen. Erfreulich nannte Holzmann die Tatsache, dass wenigstens die Wahl der Gemeinderatskandidaten gültig war.

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Holzmann bedankte sich, dass erneut so viele Bürger gekommen seien. Da die Besucher fast an den Wänden der Gaststätte Berghof klebten, wäre man gerne in die Turnhalle ausgewichen. Allerdings wolle die Gemeinde die Halle nicht an politische Parteien und Gruppen vermieten, da man so auch vielleicht eines Tages die NPD oder AfD hereinlassen müsse, so Holzmann.

Johannes Ruf und Edgar Putz stellten sich und ihre Ziele vor

Nach Schließung der Anwesenheitsliste fragte Holzmann nach Kandidatenvorschlägen. Zunächst wurde der Namen des amtierenden Bürgermeisters Johannes Ruf in den Ring geworfen, Bernd Linke nannte Edgar Putz, um eine „demokratische Auswahl“ zu ermöglichen. Danach hatten die Bewerber Zeit, sich kurz vorzustellen. Als Motiv für seine Bewerbung nannte Herausforderer Putz unter anderem den Strukturwandel auf dem Land. Es gelte, Vorkehrungen für eine immer älter werdende Gesellschaft zu treffen, und meinte damit auch die ärztliche Versorgung. Auf der anderen Seite sei es wichtig, den Bedürfnissen für junge Familien gerecht zu werden. Putz nannte die Schlagwörter Bauplätze und Kinderbetreuung. Auch die Themen Verkehr und Mobilität seien große Herausforderungen.

Johannes Ruf meinte, er würde gerne die Projekte, die er in den vergangenen Jahren angepackt habe, fortführen. In seiner Zeit habe sich der Haushalt ohne Personalmehrung verdreifacht. Demnächst könne man 75 Bauplätze zur Verfügung stellen. Dennoch gebe es noch viel zu tun. Ruf nannte unter anderem in Mattsies den Ausbau des Dorfbaches, die Sanierung des Sportplatzes und der Festhalle.

So ging die Wahl zwischen Ruf und Putz in Tussenhausen aus

In Zaisertshofen gehe es um eine Turn- und Fundushalle sowie die Zukunft des Kindergartens und um Proberäume von Vereinen. In Tussenhausen müsse man in Sachen Bauhof und Feuerwehrhaus tätig werden. Das Ergebnis der Wahl war klar und fast mit dem ersten Durchgang identisch: Auf Bürgermeister Johannes Ruf entfielen 116 Stimmen, auf Edgar Putz 22.

Hier gibt es noch einmal alle Artikel zum Tussenhausener Wahlkampf zum Nachlesen:

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